Erwecke den Spießer in dir!

Es ist viel passiert in den letzten Wochen. Das Wichtigste spoiler ich gleich mal vorweg, bevor die Spannung hier unerträglich wird … wir haben einen Garten!!! <3 <3 <3

Ja, es ist wirklich wahr. Nie hätte ich gedacht, dass ich mich über Tätigkeiten wie Rasenmähen und Unkrautzupfen mal so freuen würde (mal sehen, wie lange es anhält ;-))

Nachdem der Rollrasen verlegt war, hieß es erstmal 14 Tage Füße stillhalten und wässern, wässern, wässern. Kein Problem, immerhin hatten wir Urlaub (zumindest ich und das Kind – der Bauherr hat derweil in die Hände gespuckt und zusammen mit dem GaLa-Bauer das Fundamentmäuerchen für den Gartenzaun errichtet. Aufgrund der hohen Windlast in unserem Neubaugebiet haben wir uns für diese etwas teurere Variante entschieden. Die Alternative wäre gewesen, den Zaun direkt mit Punktfundamente in der Erde zu verankern, aber nach einem Sturm findet man hier so manchen Zaun, der arg darunter gelitten hat. Nach drei Tagen war auch das geschafft und der Zaun bei Zaun24.de bestellt.

Nach zwei Wochen Hegen und Pflegen war es dann so weit. Der große Moment: IMG_20150716_104253

 

Nun, aber mit einem grünen Rasen allein ist es nicht getan, nicht wahr? Also haben wir uns flott ein “paar” Rasenkantensteine besorgt und Gregor hat seine Leidenschaft fürs Betonieren und Gestalten entdeckt.

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Die Beete wellenförmig auszustechen, ist gar nicht so einfach, aber wir haben einen einfachen Trick angewandt: Zunächst legten wir den Gartenschlauch so zurecht, bis er die richtige Form hatte. Dann kann man mit dem Spaten ganz einfach am Schlauch entlang den Rasen abstechen. Funktioniert besonders gut, wenn der Rasen noch nicht ganz angewachsen ist. ;-)

Anschließend Furchen für das Fundament ausheben, mit einer Kiesschicht verdichten und mit Beton auffüllen. Steine in der gewünschten Form reinlegen und trocknen lassen. IMG_20150718_172953

 

Nachdem das erledigt war, konnte die Bauherrin, ihres Zeichens “die Frau mit dem schwarzen Daumen” (hrrrhrrrr) zur Tat schreiten.

Die Baumschule Veith und meine Schwiegermutter retteten meinen zukünftigen Pflanzen (und mir) dabei vermutlich das Leben. ;-) Ausgestattet mit so viel geballtem Sachverstand, einem nicht gerade kleinen Budget für Bepflanzung und einem guten Schuss Motivation (Will Garten! JETZT!!!!) machte ich mich auf den Weg, aus der Wüste einen Garten zu machen. Gelungen, wie ich finde. :-)

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Derweil ging es nicht nur hinterm Haus, sondern auch davor und daneben heiß her. Die Pflasterarbeiten hatten begonnen:

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Dabei fiel uns dann auf, dass Acalor (oder wir, darüber lässt sich gewiss streiten), so doof waren und beim Aufstellen der Luft-Wärme-Pumpe NICHT bedacht haben, dass letztlich das Niveau der gepflasterten Fläche natürlich viel höher ist. Jetzt standen wir da mit unserem Kasten. Einpflastern ging nicht, schließlich  muss man die Wartungsklappe noch öffnen können. Anheben lassen wäre teuer geworden. Und Wartungsklappe absägen? – Kein Fall mehr für die Garantie. :-/

Letztlich haben wir einen Schacht freigelassen und diesen provisorisch mit Holz belegt. Wenn irgendwann(tm) unsere Terasse gemacht wird, werden wir aus dem Verschnittholz eine schönere Klappe bauen. ;-) Bis dahin sieht man eh nicht viel davon, da unsere Mülltonnen draufstehen.

Was gibt es jetzt noch zu tun?

In den nächsten Tagen und Wochen werden wir uns dem Zaunaufbau und der Gestaltung des Vorgartens widmen, und dann in die wohlverdiente Winterpause entschwinden. Für nächstes Jahr ist geplant:

– der Bau unserer Holzterrasse (darauf freue ich mich ganz besonders)

– das Anlegen eines Gartenteichs (darauf freut Sohnemann sich ganz besonders)

-evtl Aufbau eines Gartenhauses und Grillplatzes (na?… ratet mal … ;-))

 

Allerliebste Grüße,

Rebekka

 

 

 

Baufortschritt Woche 14 – vom Kleckern und Klotzen

Der Titel war Programm in den letzten vierzehn Tagen, und zwar wortwörtlich. Es wurde gespachtelt, geschliffen und gefliest … Dank der Hilfe meiner lieben und tatkräftigen Familie haben wir in der letzten Woche fast das ganze Haus verspachtelt. Es fehlt lediglich noch eine kleine Ecke im Flur OG und das Ankleidezimmer.

Und ich kann euch sagen – schön ist das nicht. Wir haben Unmengen an Fermacellspachtelmasse und Armierungsband (ein Tipp: spart nicht am Geld und nehmt das SELBSTklebende, denn das spart euch Zeit und Nerven – hätt’ mir das mal einer vorher gesagt ;-) ) verbraten. Ein paar hochwertige Spachtel sind außerdem Gold wert. Anfangs haben wir den Fehler gemacht, ziemlich viel zu kleckern, ohne uns Gedanken darum zu machen, wie wir es hinterher wieder vom Estrich abbekommen … nun, wir haben es abbekommen, aber es ist sauschwer, wenn es einmal hart ist. Besser ist es, zwischendurch mal “abzuspachteln”.

Und so sieht das dann aus, wenn’s fertig ist (ok, nicht ganz fertig – auf dem Foto hier sind die Decken noch nicht komplett verspachtelt).

Verspachtelte Schreibstube -)

Verspachtelte Schreibstube -)

Decke Treppenhaus: So sieht's dann aus, wenns fertig verspachtelt, geschliffen, feingespachtelt, nochmal geschliffen und grundiert ist. Fehlt nur noch der Endanstrich.

Decke Treppenhaus: So sieht’s dann aus, wenns fertig verspachtelt, geschliffen, feingespachtelt, nochmal geschliffen und grundiert ist. Fehlt nur noch der Endanstrich.

Parallel hierzu mussten wir natürlich im Badezimmer und WC Gas geben, damit die Installateure rankönnen. Dementsprechend haben wir – zusätzlich zu den heißgeliebten und jeden Tag freudig herbeigesehnten Spachtelarbeiten – schonmal in den Nassräumen eine Streichfolie aufgetragen. Diese verhindert, dass Wasser in die Wand eindringt, sollte es zu einem Leck kommen, und eignet sich außerdem ganz hervorragend zur Haarentfernung.

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Bad mit Streichfolie in den Fliesbereichen … Papa, ich hab deine Brille gefunden! :-D

Außerdem (ja, da kommt noch mehr, wir waren SEHR fleißig), ist der Estrich in der Dusche fertig:

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Glücklicherweise mussten wir in dieser Woche nicht nur arbeiten, sondern haben auch arbeiten lassen. Den Erdbauer, nämlich – Michael Schönen – der schon bei den Hausanschlüssen und Erdarbeiten für die Bodenplatte hervorragende Arbeit geleistet hat. Diesmal durfte er Einfahrt und Terassenfläche mit Betonkies auffüllen, damit wir in den bevorstehenden Matschmonaten trockenen Fußes vom Auto ins Haus gelangen können. Im nächsten Frühjahr wird der Bagger dann nochmal anrücken, um unseren Mutterboden-Erdhügel (wie nennen ihn auch liebevoll “Wühlmäuse-Abenteuerpark”) ansprechend auf dem Grundstück zu verteilen, auf dass es eines fernen Tages ein Garten werde.

Terassenfläche - harrt der Belegung mit Holzbohlen

Terassenfläche – harrt der Belegung mit Holzbohlen

 

Einfahrt mit Zugang zum Hauswirtschaftsraum

Einfahrt mit Zugang zum Hauswirtschaftsraum

Und wer sich die ganze Zeit fragte, wie die Sache mit dem Carport ausgegangen ist, den verweise ich an dieser Stelle unheimlich dezent auf die Internetseite www.easycarport.de und den dazugehörigen Konfigurator. Hier bekamen wir den absoluten Toppreis für unseren Carport inkl. Geräteschuppen und Bauantragsunterlagen, und die Pfostenträger für’s Fundament gab’s schonmal gratis obendrauf und wurden auch glatt sofort geliefert, so dass der Fundamentierung “demnächst” (*hust*) schonmal nichts im Wege steht. Außerdem ein sehr netter und kompetenter Kontakt. Wenn das gute Stück nun auch noch hält, was es verspricht (und davon ist bei den vielen positiven Kundenstimmen auszugehen), ist es ein absoluter Geheimtipp. Wir werden nun die Unterlagen beim Bauamt einreichen, und sobald die Genehmigung vorliegt, die Anfertigung in Auftrag geben.

Puh, was noch … ach ja, mein persönliches Wochenhighlight sind die Badezimmerfliesen, die heute früh angeliefert wurden. :-) Und das, was schon an die Wand gebracht wurde, kann sich durchaus sehen lassen, finde ich. :-)

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Weiterhin sind wir auf der verzweifelten Suche nach einer bezahlbaren(!), satinierten(!) Glasdusche mit Schiebetür, nachdem wir unsere Pläne einer stilischen Retro-Glasbausteinwand aus Zeit- und Kostengründen wieder in den Wind geschossen haben.

Nächste Woche geht es dann weiter mit Fliesenlegen, Restspachtelarbeiten und Acrylverfugung in den Ecken. Dann werden wir uns für ca. eine Woche eine sogenannte “Giraffe” (Langhalsschleifgerät) leihen und zusehen, dass wir die gefürchteten (ja, noch mehr als die Spachtelarbeiten) Schleifarbeiten hinter uns bringen, damit es ans Verputzen gehen kann. :-)

Eines noch – das wollte ich schon vor WOCHEN mal zeigen …

Das ist sie - die Leiter ins Obergeschoss. Und ICH habe sie bezwungen. Wollt' ich nur mal erwähnt haben, einfach so ...

Das ist sie – die Leiter ins Obergeschoss. Und ICH habe sie bezwungen. Wollt’ ich nur mal erwähnt haben, einfach so …

Auf die Plätze, fertig … BAUEN!

Seit meinem letzten Beitrag sind Monate vergangen. Nicht, weil ich zu faul gewesen wäre, etwas zu schreiben (das ist nur EIN Grund), sondern weil es schlicht nichts zu berichten gab, was nicht in einer kurzen Zusammenfassung abgehandelt werden könnte. Hier also die kurze Zusammenfassung:

Januar: Baugenehmigung der Stadt wurde erteilt und an Danhaus weitergeleitet. Just ereilte und ein Schreiben, in welchem uns der voraussichtliche Aufstelltermin unseres Hauses genannt wurde … Ende Juni, wegen Verzögerungen am Werk. Man bedaure dies sehr, leider nicht zu ändern, blablubb.

Februar: Warten … vorsichtige Nachfragen nach einem konkreten Aufstelltermin. Beantragung von Trinkwasser, Strom, Baustrom und Telekomanschlüssen.

März: Warten … Ortstermin mit unserem Bauleiter, der den Aufbau vorsichtig auf Mitte Juni bezifferte. Eine offizielle Bestätigung des Termins erhielten wir leider nicht.

April: Warten … Kontaktaufnahme mit diversen Tiefbauunternehmen für die vorbereitenden Erdabeiten.

Anfang Mai: Warten, begleitet von wöchentlichen Nervanrufen bei Danhaus … Wieder einmal zeigt sich uns die Zuverlässigkeit der Baubranche im Einhalten von Zusagen und Terminen [/Ironiemodus]. Wenigstens auf den Tiefbauer Schönen ist Verlass; zum Glück zeigt er sich auch flexibel genug, um auf unser gebetmühlenartig dahergeleiertes: “Tut uns leid, wir haben noch keinen konkreten Termin. Voraussichtlich können wir Anfang Juni starten …”, gelassen zu reagieren.

und dann, dann passierte es …

Mitte Mai: Danhaus legt den Richttermin auf den 17. Juni fest! Die Arbeiten für die Bodenplatte sollen jedoch schon am 04. Juni erfolgen … öhm. Schnell mal bei Fa. Schönen nachgefragt … glücklicherweise können die Erdarbeiten schon am 26. Mai beginnen und der Baustrom war auch schon beantragt. Alles gut, einmal tief durchatmen. Trotzdem ärgerlich, dass Danhaus sich zunächst überhaupt nicht äußert, um dann holterdipolter mit einem Termin um die Ecke zu kommen (zumal ich ca. eine Woche vorher bei einem weiteren Nervanruf bei Herrn P. versichert bekam, wir bekämen auf jeden Fall rechtzeitig Bescheid, um diverse Antragsfristen (i.d.R. 3-6 Wochen) einzuhalten …)

Das Vermessungsbüro ist auch schnell zur Stelle und hat die Grobabsteckung unseres Hauses vorgenommen. Lediglich der Baustromfuzzi moppert ein bisschen rum und will uns partout keine Zusage geben, dass er zum 04. Juni den Anschluss legen kann, weil wir uns nicht früh genug melden konnten. Alternativen gibt es leider nicht, unser Baubeginn steht und fällt nun mit diesem Herrn … to be continued.

Fazit: Seit Vertragsunterschrift bei Danhaus im Mai 2013 bis zum Richttermin am 17. Juni 2014 ist  über ein Jahr verstrichen. Das ist starker Tobak, zumal uns inzwischen Zusatzkosten für den Kredit entstehen, der eine bereitsstellungszinsfreie Zeit von 9 Monaten beinhaltete, die nun abgelaufen ist. Nun fallen 0,05% Zinsen auf die nicht abgerufene Summe an – nicht gerade Peanuts – und Geld, das an anderer Stelle benötigt würde. Hoffen wir mal, dass Danhaus jetzt wenigstens beim Bau Gas gibt, um die verlorenen Monate wieder reinzuholen. Immerhin möchten wir dieses Jahr Weihnachten gerne im neuen Zuhause feiern. :-)

Also, auf die Plätze, fertig … BAUEN!

Die Bemusterung

Prost Neujahr und sorry für die Verspätung.

Die Bemusterung hat natürlich schon längst stattgefunden. Inzwischen liegen auch die Bauantragsunterlagen des Architekten vor und werden just heute per Einschreiben an das Bauamt weitergeleitet. Sobald die Genehmigung dann  erteilt wurde, bekommen wir von Danhaus einen Termin für die Aufstellung. Es ist also im Augenblick wieder etwas Bewegung drin, nach dem allzu zähen Warten der letzten Monate.

Aber jetzt erstmal – wie versprochen – der Bericht über die Bemusterung:

Wir hatten uns den Tag extra freigenommen, um mit viel Geduld und starken Nerven an die Sache ranzugehen. Immerhin trifft man hier Entscheidungen fürs Leben. Nicht, dass man sich die nächsten zwanzig Jahre über die Farbe der Dachziegeln ärgern muss …

Tatsächlich verbrachten wir drei stolze Stunden im Musterhaus Frechen, wurden aufs angenehmste mit Kaffee und belegten Brötchen bewirtet und vor allem mit viel Geduld und Engagement beraten. An dieser Stelle nochmal vielen Dank  – Herr W.!

Viele Entscheidungen fielen uns überraschend leicht – was leider an der teils relativ geringen Auswahl von Danhaus lag. Besonders im Bereich “Sanitär” hätten wir uns mehr erwartet. Wer verkauft denn bitte eine bodentiefe, 1,20×1,00m große Dusche … und dazu nur einen popeligen Standard-Duschkopf?! An Waschbeckenamaturen war nur eine ohne Aufpreis und zwei weitere gegen Aufpreis zu erhalten (wir entschieden uns seltbstredend für die Teuerste …), dazu gabs zwei Waschbeckenvarianten (rund oder eckig, wie kreativ), eine Badewanne und das war’s. Trotzdem sind wir zufrieden, weil unser Geschmack getroffen wurde. Den ultraschicken Regenduschkopf kaufen wir uns dann eben extra und lassen ihn gleich vom Monteur anstelle des popeligen einbauen. ;-)

Wir kämpften uns tapfer durch Kataloge und Muster yur Auswahl von Außen- und Innentüren, Klinken, Sanitäröbjekte, Fensterbänke, Dachziegel, Klinker, Treppen und, und, und … zum Glück waren wir uns bei den meisten Dingen einig. Zum Eklat kam es einzig bei der Entscheidung über das Treppenholz. Hier verbissen wir uns in einen langwierigen Disput über Kiefer oder Buche, Holz oder Edelstahlsprossen. Einig wären wir uns nur bei Eiche geworden – da Eichenholz aber als Edelholz nur zu einem extrem stolzen Aufpreis zu haben war, kam es letztlich zu einem Kompromiss. Kiefernholztreppe (mein Wille), mit Edelstahlsprossen (Gregors Wille). Alle waren gluecklich, Herr W. konnte sich den Schweiß von der Stirn wischen und es ging weiter.

Die nächste Hürde stellte die Auswahl der Klinker dar. Obwohl Danhaus eine sehr große (und wirklich hübsche) Auswahl an im Preis inbegriffenen Klinkern zur Verfügung stellt, griff ich (und wer mich kennt, der möge jetzt “Typisch!” denken), nach dem einzigen (!) Muster, das nicht inklusive war. Und natürlich war es Liebe! Eine Stunde lang verglichen und rechneten wir, während Herr W. mit stoischer Geduld und unermüdlich guter Laune Klinkermuster gegen die Außenwand des Hauses hielt (natürlich von jeder Hausseite aus – immerhin muss ja auch der Lichteinfall beachtet werden). Die Entscheidung fiel natürlich letztenendes auf die teure Variante “Victoria bunt”, einem hübschen, handgeformten Rotklinker. Somit gingen unsere bisher sehr moderaten Mehrkosten für die Ausstattung natürlich durch die Decke – und versauten Herrn W.s schönen Schnitt von Kunden, die mit weniger als 1000€ Mehrkosten aus der Bemusterung herausgehen. Sorry!

Insgesamt sind wir mit der Bemusterung und der Ausstattung sehr zufrieden. Teuer kamen uns letztlich die Rolläden im OG (teils mit Elektroantrieb) und die Klinker.

Ansonsten entschieden wir uns noch für eine etwas teurere Wohnzimmertür mit Glassprossen und die schicken Designwasserhähne im Bad. Wenn man die selbstgewählten Mehrkosten für Klinker und Rolläden jedoch außen vorlässt, haben wir in der Bemusterung tatsächlich nicht mehr als knapp 1000 € Mehrkosten gehabt. Ich finde das durchaus annehmbar. Positiv hervorzuheben ist noch die grosse Auswahl an wirklich schoenen Haustueren. Da war wirklich fuer jeden was dabei, sogar fuer uns, die wir uns eine konservative Variante mit Sprossen entschieden haben.

… ach ja, und wer sich fragt, wie die Sache mit dem Carport ausgegangen ist … der musste weichen fuer Klinker und Rollaeden. Man muss schliesslich Prioritaeten setzen.

 

“Carport oder Garage, das ist hier die Frage …”

… an der sich schon seit Generationen die Geister scheiden.

Team Garage besticht mit handfesten Argumenten (“Ohne Garage? – Würd ich nicht machen”), bezwingender Logik (“Wo wollt ihr das ganze Zeug denn lassen, das jetzt in eurer Garage lagert?”) und dem Totschläger – “Ihr baut doch schon ohne Keller.”

Dem gegenüber steht das Team Carport, ein kleines, feingeistiges Trüppchen, dessen Hauptargument, gebetmühlenartig heruntergeleihert, eine nicht zu unterschätzende Wirkung entfaltet:

“Aber ein Carport ist doch VIEL SCHÖNER!!!”

… und jetzt ratet, wofür wir uns entscheiden. ;-)

Tatsächlich scheint es ganz so, als sei die Entscheidung für oder gegen einen Carport so eine Art Grundsatzentscheidung. Hier dreht es sich nicht um Argumente, darum, den anderen von seinen Ansichten zu überzeugen. Hier ist es wie beim Glauben: Entweder man fühlt es, oder eben nicht. Keine noch so einprägsame Logik, kein wissenschaftlich belegter Fakt, wie der, dass die Welt ja gar nicht in sieben Tagen von Gott erschaffen worden sein konnte, hält die Menschen davon ab, trotzdem daran zu glauben.

Genauso ist es mit dem Carport.

Zum Glück habe ich mich vor nunmehr dreizehneinhalb Jahren instinktiv für den richtigen Mann entschieden, denn wir spielen, was diese Entscheidung angeht, im selben Team, so dass wir uns für ein besonders schönen Exemplar von Danhaus mit abgeschlepptem Dach (vor einem halben Jahr wusste ich noch nicht einmal, was das überhaupt ist!) entschieden. Das Ganze käme uns in etwa so teuer wie eine Garage – was auf Seiten des Teams Garage sicherlich zu dem verzweifelten Aufschrei: “Wie kann man nur so blöd sein!” führen wird.

Tja, ganz so blöd sind wir dann zum Glück doch nicht. Bzw. der Architekt, der uns darauf hinwies, dass besagtes, wunderschönes Exemplar leider nicht dazu geeignet ist, gleichzeitig beide Autotüren öffnen zu können, wenn man erst einmal das Kunststück vollbracht hat, das Auto hinein zu manövrieren, ohne dabei die Treppe zum Seiteneingang oder den Pfosten des Carports zu rammen … hätte man uns bei Danhaus ja auch mal sagen können, als man uns das sündhaft teure Teil anpries. Aber  es noch nicht zu spät, eine Anpassung vorzunehmen – was leider wiederum mit Mehrkosten verbunden ist.

Aktuell verabschieden wir uns also gedanklich von unserem wunderschönen Fix-und-Fertig-Carport von Danhaus und durchforsten das Internet nach Alternativen Marke: Eigenbau. Und wieder ein To-Do mehr auf unserer immer länger werdenden Liste …

An der Grundsatzentscheidung ändert es beim Team Carport jedenfalls nichts. Nur manchmal, ganz manchmal beschleichen mich leise Zweifel. Diese kleine, gemeine Stimme der Vernunft, die mir ins Ohr flüstert: “In sieben Tagen? Das glaubst du doch selbst nicht …” ;-)

Finanzierung, Bauanträge und Tintenfische …

… nachdem ich hier monatelang geschwiegen habe, wird es allmählich Zeit für ein kleines Update:

Obwohl – oh, Wunder – immer noch kein Haus auf unserem Grundstück steht, hat sich dennoch einiges getan. So ein Bühnenstück bedarf schließlich auch monatelanger Proben, bevor es an die Öffentlichkeit darf. ;-)

Unsere “Probe” bestand aus dem Sichten, Prüfen und Unterschreiben tausender und abertausender Formulare und Anträge zur Finanzierung (ich bekomme schon jedesmal einen Brechreiz, wenn wieder einmal ein dicker Umschlag mit freundlichen Grüßen der Bank unseres Vertrauens im Briefkasten liegt), einem Notartermin (dem noch ein weiterer nächste Woche folgt – wonach unser Grundstück faktisch nicht mehr uns, sondern unserer Bank gehört), einem Vor-Ort-Termin mit dem Architekten von Danhaus, der im nächsten Schritt die Bauantragsunterlagen für uns zusammenstellen wird, und dem ständigen und stetigen “Feinschliff” an unserer Hausplanung. *lufthol*

Stolpersteine gab es bisher fast keine.  Die Bank tat brav, was sie soll, und als Ansprechpartner bei Danhaus erwiesen sich Herr P. und Herr W. beide bislang als sehr zuverlässig, präsent und freundlich. Naja, nur leider nicht besonders fix, wenn ich an die  schneckengleichen Bearbeitung unserer Entwurfszeichnungen denke. … Man hätte meinen können, der Herr Danhaus hätte selbst noch den Baum gefällt und das Holz geschnitten, aus dem anschließend in einem tagelangen, mühsamen Prozess das Papier gewonnen wurde, welches dann mit der Tinte eines seltenen Tiefsee-Tintenfisches, der nur zweimal im Jahr vor der Küste Dänemarks an die Oberfläche schwimmt um seinen Balztanz aufzuführen, per Hand bezeichnet wurde …  Na, hoffentlich bauen sie nicht in dem Tempo, in dem sie planen. Nichts gegen liebevolle Handwerkskunst, aber dann sehe ich schwarz für die geplante Fertigstellung im nächsten Frühjahr!

Aber ich schweife schon wieder ab …Jedenfalls war Herr P. so freundlich, parallel zu diesem aufwändigen, rituellen Spektakel schonmal den Architekten zu beauftragen. Der kam, sah und nickte Grundstück und Hausplanung brav ab. Insofern keine bösen Überraschungen (aber damit hatten wir in einem Neubaugebiet ohnehin nicht gerechnet).

Nun steht uns der – zugegebenermaßen heiß herbeigesehnter – Bemusterungstermin im Musterhaus Frechen bevor. Natürlich werde ich an dieser Stelle ausführlich davon berichten, um euch mit Informationen über die Farbwahl unserer Dachpfannen, der Form unserer Türklinken und der Positionen unserer Sanitäranlagen zu langweilen erfreuen.

Hach, ich freu mich.

 

Vertrag – check!

Gestern war es soweit – zweieinhalb Wochen nach Unterschrift hat Danhaus unseren Vertrag bestätigt. Bis auf einen kleinen Zusatz, den wir gerne mit aufgenommen hätten, wurden alle unsere Vorschläge von der Firma akzeptiert! Und das auch noch vor der prognostizierten Zeit von 4-5 Wochen. Hut ab. Jetzt kann es losgehen.

Und es gibt Einiges zu erledigen. Das Bodengutachten hatten wir zum Glück schon in Auftrag gegeben und warten noch auf das Ergebnis. Nun gilt es noch einen amtlichen Lageplan bei der Stadt einzuholen, sowie das Vermessungsbüro mit der Vermessung unseres Grundstücks zu beauftragen.

Je schneller, umso besser, denn am liebsten würden wir, trotz aller Verzögerungen die es gab, noch dieses Jahr mit dem Bau anfangen.

Demnächst schnappen wir uns eine Kamera und machen ein paar Fotos von unserem Grundstück und dem neuen Ort. Kann ja nicht sein, dass hier immer noch die Standardbilder von WordPress (so schön sie auch sind) über den Bildschirm hüpfen. :-)

“O wären wir weiter, o wär ich zuhaus’ “

… schrieb einst der alte Johann Wolfgang Von.

Oft erging es uns bisher so in der mühseligen und frustrierenden Planungsphase. Und immer wenn wir dachten: “So, JETZT aber …” kam wieder irgendetwas oder jemand, der uns auf den Boden der Tatsachen zurückholte.

Aber von Anfang an.

Da wir zunächst keine Vorstellung davon hatten, wie unser Haus aussehen sollte (lediglich eine wage Ahnung, dass es vermutlich (zu) groß werden würde), machten wir uns frohen Mutes auf in den Viebrock-Musterhauspark in Kaarst. Massivbau sollte es werden, aber dennoch alles aus einer Hand. Die hübschen Klinkerfassaden, die Spossenfenster und die pittoresken Giebelornamente ließen uns ins Schwärmen geraten. Und das wunderschöne “Maxime 700″ schien selbst unseren Kingsize-Wohnraum-Ansprüchen gerecht zu werden.

Also machten wir einen Termin zum Beratungsgespräch. In dem wir erfuhren, dass Sprossenfenster nicht KfW-kompatibel sind (warum baut ihr sie dann in eure Musterhäuser?!), die Giebelornamente eine 5000€ teure Sonderausstattung seien (warum baut ihr sie dann in eure Musterhäuser?!) und Klinkerfassade ebenfalls extra kostet (WARUM … ach, egal.).

Trotzdem. Auf den ersten Blick bekamen wir ein solides Angebot und eine ungefähre Vorstellung davon, was uns unser Traum kosten würde. Und außerdem waren wir sowieso schon völlig verliebt in das Haus und felsenfest davon überzeugt, dass wir niemalsnicht ein anderes, ebenso schönes Haus finden würden. Dass unser Traumhaus schon an der Schmerzobergrenze unseres Budgets schrabbte und man ja auch nicht in den luftleeren Raum baut, blendeten wir vorerst gewissenhaft aus. Dann sprachen wir mit unserer Bank und mussten uns trotz aller Euphorie eingestehen, dass wir mit allem Zipp und Zapp ziemlich blankziehen würden, wenn wir nicht drastische Einsparungen am “Maxime 700″ (oder alternativ an unserem Lebensstil) vornehmen würden.

Das wollten wir nicht, und so forderten wir, nach wie vor den Traum vom Giebelhaus vor Augen, ein weiteres Angebot eines örtlichen Bauunternehmers an. Man plante und träumte, träumte und plante. Wunderschöne Luftschlösser entstanden.

Wochen vergingen und unser Haus nahm Gestalt an. Kurz vor Weihnachten 2012 stand es schließlich fest. So und nicht anders sollte es aussehen: Friesengiebel, Sprossenfenster, Klinkerfassade, Erdwärme. Es hätte so schön sein können. Frühjahr 2013 hieß es, könnten wir mit dem Bau beginnen und Weihnachten dann im neuen Haus verbringen.

Ich mache es kurz und schmerzlos. Unser Traum platzte. Der Bau erwies sich als viel zu teuer. Man habe sich wohl verschätzt … Geld für Planung und Angebot wollte man trotzdem sehen, schließlich habe man Auslagen gehabt. Wie zahlten zähneknirschend einen Teil des Preises – “Doofensteuer” nennen wir es und hoffen, dass wir eines Tages darüber lachen können.

Nach diesem Arschtritt machten wir uns mit schmerzenden Steißbeinen und wenig euphorisch eines schönen Samstags auf in die Fertighauswelt in Frechen. Eigentlich wollte man ja kein Fertighaus bauen. Und eigentlich musste es ja ein Haus mit Friesengiebel werden. Und überhaupt. Und dann, am Ende des Rundgangs, betraten wir das Model “Engelsby” von Danhaus. Und waren zuhaus’.

Ruhig Blut, sagten wir uns. Pokerface behalten, sagten wir uns. Oft genug waren wir schon auf die Schnauze gefallen, warum sollte es dieses Mal anders sein? Wir blieben also angemessen skeptisch, auch wenn unser Verkaufsberater Herr W. einen wirklich sympathischen Eindruck machte. Sympathisch müssen sie schließlich sein, brummelten wir in uns hinein. Zugegeben, wir waren auch schon etwas enttäuscht, dass wir nicht sofort einen Preis genannt bekamen, andererseits verschaffte es uns die Gelegenheit, erstmal nach Hause zu gehen und über unsere Eindrücke zu schlafen. Schließlich war dies nicht das Haus, das wir bauen wollten. Oder? Wo war der Giebel? Wo der Friesencharme? Wo die Sprossenfenster????

Zwei Tage vergingen, dann kam das Angebot per E-Mail. Man erlaubte sich das kurzfristige Verziehen der Mundwinkel gen Norden, sogar ein kleiner Luftsprung war drin. Wir spitzten den Bleistift und begannen zu rechnen, völlig ungläubig darüber, dass wir tatsächlich das Traumhaus zum Traumpreis gefunden haben könnten. Aber es schien wahr zu sein. Wir warfen Giebel und Sprossen über Bord und machten einen weiteren Beratungstermin. Unser netter Herr W. der Firma Danhaus war sogar bereit, uns Bauherrenleitfaden und Bauleistungsbeschreibung schon vorab zukommen zu lassen.

Da wir im Zuge unserer Umsiedlung von RWE Beratungsangebote für lau bekommen, vereinbarten wir außerdem einen Termin mit einem Baugutachter, um uns über Erfahrungen mit der Firma Danhaus auszutauschen. Prompt fand sich noch eine weitere Bauherrenfamilie in Manheim, mit der wir uns ebenfalls austauschten.

Beim Beratungstermin mit Danhaus klärten wir noch ein paar Details und bekamen auch just den Fertighausvertrag über den Tisch geschoben, den wir – die gebrannten Kinder – lächelnd zurückwiesen und meinten, nochmal drüber schlafen zu wollen. Daran haben wir gut getan! Denn was uns noch nicht übergeben worden war, waren die AGB der Firma, die sich ganz offensichtlich nach allen Seiten absichert und jegliches  Risiko den Bauherren (also uns!) zuschustert.

Unser Baugutachter sprang beinahe aus dem Hemd. Wir waren am Boden zerstört. Völlig desillusioniert. Begannen, uns nach Kaufobjekten umzusehen. Doch so schnell wollten wir nicht aufgeben. Wir telefonierten mit Herrn W., gaben ihm unsere Bedenken zu verstehen. Er verstand zwar nicht wirklich und gab offen zu, noch niemals zuvor mit Kunden über die AGB diskutiert zu haben (die offensichtlich – und das finde ich erschreckend! – von den wenigsten überhaupt gelesen werden), gab uns aber fairerweise die Nummer seines Vorgesetzten, damit wir uns mit ihm auseinandersetzen konnten. Was wir taten. Tatsächlich erwies sich die Firma Danhaus als flexibel, was die Aufnahme diverse Vertragszusätze zu unseren Gunsten anging. Was uns wiederum positiv stimmte, dass am Ende doch noch alles gut werden würde.

Das Ende ist momentan noch offen, denn der Vertrag, dessen Annahme von Dauhaus bestätigt werden muss, liegt derzeit in Flensburg vor und harrt der Rechtsprüfung. Mal sehen, was da noch kommt. Den Sekt, den Herr W. uns nach Vertragsunterzeichnung feierlich überreichte, haben wir jedenfalls schon leergetrunken … ;-)

Am Anfang …

… war der Bagger.

Wie sagt man so schön? Nichts hält für die Ewigkeit. Das gilt insbesondere für unser beschauliches Heimatörtchen Kerpen – Manheim, wo Hund und Katze sich noch “Gute Nacht” sagen, wo um 22:00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden, wo  Maigesellschaft, Schützenverein und Karnevalsgesellschaft ihren Job noch Ernst nehmen. Hier kämpft ein Ort geschlossen für den Erhalt seiner Werte und Traditionen. Hier lässt man sich nicht auseinanderreißen, hier weicht man nicht ehrfürchtig zitternd zurück vor den Schaufelradbaggern des Braunkohleriesen … aber ich werde schon wieder pathetisch und schweife ab …

Nun.

Fakt ist, Kerpen-Manheim ist ein sterbender Ort. Denn es handelt sich hierbei um ein Braunkohleabbaugebiet, und da Braunkohle nun bekanntlich wertvoller ist als Werte, Traditionen und Menschen, die seit Jahrzehnten tiefverwurzelt sind mit diesem Ort, müssen wir nun alle unsere Koffer packen und von hier verschwinden.

Gut, zugegeben, unsereiner ist nicht ganz so tiefverwurzelt wie manch anderer. Es versetzt uns dennoch einen kleinen Stich, weil hier unser Sohn seine ersten Schritte gemacht, sein erstes Wort gesprochen, seinen ersten Zahn bekommen hat … Wir werden niemals zurückkehren können um ihm die Kerben im Wohnzimmerpfosten zu zeigen, die wir seit zwei Jahren – jedes Jahr an seinem Geburtstag – dort hinein geritzt haben. Dieses Jahr wird er drei und wir werden eine letzte Kerbe machen und dann nach vorne sehen.

Denn die gute Nachricht ist, jetzt wird alles NEU!!! RWE stellt uns freundlicherweise ein kostengünstiges Baugrundstück zur Verfügung, das zu allem Überfluss auch noch so etwas wie eine Infrastruktur in der näheren Umgebung vorzuweisen hat. Und mit ein bisschen Kleingeld vom Hausverkauf in der Tasche machten wir uns frohgemut auf die Suche nach einem passenden Bauanbieter, nichtsahnend, wie lang und beschwerlich diese Suche werden würde …

 

So soll es aussehen…

Beim Aussehen unseres “Engelsby” haben wir uns größtenteils an den Standard gehalten, da uns das Haus, so wie es ist sehr gut gefällt.

… sagt mein Mann!!!

Wenn es nach mir geht, wird es schon noch ein kleines “Make-Over” geben. Abgesehen davon, dass wir aus Kostengründen auf die zwei Dachgauben verzichten und uns stattdessen auf eine Kniestockerhöhung von 70 cm auf 90 cm geeinigt haben.

Aber recht hat er – als wir das “Engelsby” zum ersten Mal in der Fertighauswelt in Frechen betraten, da war es Liebe.

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