Erwecke den Spießer in dir!

Es ist viel passiert in den letzten Wochen. Das Wichtigste spoiler ich gleich mal vorweg, bevor die Spannung hier unerträglich wird … wir haben einen Garten!!! <3 <3 <3

Ja, es ist wirklich wahr. Nie hätte ich gedacht, dass ich mich über Tätigkeiten wie Rasenmähen und Unkrautzupfen mal so freuen würde (mal sehen, wie lange es anhält ;-))

Nachdem der Rollrasen verlegt war, hieß es erstmal 14 Tage Füße stillhalten und wässern, wässern, wässern. Kein Problem, immerhin hatten wir Urlaub (zumindest ich und das Kind – der Bauherr hat derweil in die Hände gespuckt und zusammen mit dem GaLa-Bauer das Fundamentmäuerchen für den Gartenzaun errichtet. Aufgrund der hohen Windlast in unserem Neubaugebiet haben wir uns für diese etwas teurere Variante entschieden. Die Alternative wäre gewesen, den Zaun direkt mit Punktfundamente in der Erde zu verankern, aber nach einem Sturm findet man hier so manchen Zaun, der arg darunter gelitten hat. Nach drei Tagen war auch das geschafft und der Zaun bei Zaun24.de bestellt.

Nach zwei Wochen Hegen und Pflegen war es dann so weit. Der große Moment: IMG_20150716_104253

 

Nun, aber mit einem grünen Rasen allein ist es nicht getan, nicht wahr? Also haben wir uns flott ein “paar” Rasenkantensteine besorgt und Gregor hat seine Leidenschaft fürs Betonieren und Gestalten entdeckt.

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Die Beete wellenförmig auszustechen, ist gar nicht so einfach, aber wir haben einen einfachen Trick angewandt: Zunächst legten wir den Gartenschlauch so zurecht, bis er die richtige Form hatte. Dann kann man mit dem Spaten ganz einfach am Schlauch entlang den Rasen abstechen. Funktioniert besonders gut, wenn der Rasen noch nicht ganz angewachsen ist. ;-)

Anschließend Furchen für das Fundament ausheben, mit einer Kiesschicht verdichten und mit Beton auffüllen. Steine in der gewünschten Form reinlegen und trocknen lassen. IMG_20150718_172953

 

Nachdem das erledigt war, konnte die Bauherrin, ihres Zeichens “die Frau mit dem schwarzen Daumen” (hrrrhrrrr) zur Tat schreiten.

Die Baumschule Veith und meine Schwiegermutter retteten meinen zukünftigen Pflanzen (und mir) dabei vermutlich das Leben. ;-) Ausgestattet mit so viel geballtem Sachverstand, einem nicht gerade kleinen Budget für Bepflanzung und einem guten Schuss Motivation (Will Garten! JETZT!!!!) machte ich mich auf den Weg, aus der Wüste einen Garten zu machen. Gelungen, wie ich finde. :-)

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Derweil ging es nicht nur hinterm Haus, sondern auch davor und daneben heiß her. Die Pflasterarbeiten hatten begonnen:

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Dabei fiel uns dann auf, dass Acalor (oder wir, darüber lässt sich gewiss streiten), so doof waren und beim Aufstellen der Luft-Wärme-Pumpe NICHT bedacht haben, dass letztlich das Niveau der gepflasterten Fläche natürlich viel höher ist. Jetzt standen wir da mit unserem Kasten. Einpflastern ging nicht, schließlich  muss man die Wartungsklappe noch öffnen können. Anheben lassen wäre teuer geworden. Und Wartungsklappe absägen? – Kein Fall mehr für die Garantie. :-/

Letztlich haben wir einen Schacht freigelassen und diesen provisorisch mit Holz belegt. Wenn irgendwann(tm) unsere Terasse gemacht wird, werden wir aus dem Verschnittholz eine schönere Klappe bauen. ;-) Bis dahin sieht man eh nicht viel davon, da unsere Mülltonnen draufstehen.

Was gibt es jetzt noch zu tun?

In den nächsten Tagen und Wochen werden wir uns dem Zaunaufbau und der Gestaltung des Vorgartens widmen, und dann in die wohlverdiente Winterpause entschwinden. Für nächstes Jahr ist geplant:

– der Bau unserer Holzterrasse (darauf freue ich mich ganz besonders)

– das Anlegen eines Gartenteichs (darauf freut Sohnemann sich ganz besonders)

-evtl Aufbau eines Gartenhauses und Grillplatzes (na?… ratet mal … ;-))

 

Allerliebste Grüße,

Rebekka

 

 

 

Der Carport des Grauens und andere sportliche Aktivitäten im Freien

Nach einer wohlverdienten Nach-Umzugs-Ruhepause sahen wir uns zunächst nach einem Garten – Landschaftsbau – Unternehmen um, denn uns wurde klar, dass wir die Pflasterarbeiten nicht allein schaffen konnten. Schnell wurden wir bei GaLaBau René Günther fündig – in Manheim-Neu laufen sie einem ja praktisch vor die Füße :-) – und waren uns einig: Pflasterarbeiten rund um’s Haus. Fundamente für den Carport und den Gartenzaun sowie das Abbaggern des “Mount Nepomuk” im Garten gaben wir in fähigere Hände als die unseren ab. Rollrasen verlegen, Zaunaufbau und Gartengestaltung verbleiben bei uns.

Ach ja, und dann war da ja noch der Carport …

Nachdem wir einen Termin für die Fundamentarbeiten hatten, riefen wir bei Easycarport an, um einen Liefertermin zu vereinbaren. Der Mitarbeiter am Telefon teilte uns mit, dass momentan niemand von der Logistik im Haus sei, versprach aber einen Rückruf. Der kam zwar nie, dafür aber eine Lieferbestätigung per E-Mail mit dem voraussichtlichen Liefertermin. Auch gut. Das mit der Lieferung ging dann auch überraschend schnell – keine Woche später stapelte sich das Material in unserer zukünftigen Einfahrt.

Zu dritt machte sich die Herrlichkeit an einem  schwarzen Samstag ans Werk. Laut Easycarport, sei ja alles ganz “easy” an einem Tag zu schaffen – das versprachen übrigens auch etliche Rezensionen begeisterter Kunden. Nun, dazu schweige ich mich  jetzt aus; man möge sich seinen Teil dazu denken.

Drei Wochen später waren wir dann fertig.

Die Montageanleitung war ein Witz. Ein PDF-Dokument zum downloaden. Der abgebildete Carport sah zwar aus wie unserer, die Anleitung bezog sich aber auf ein komplett anderes Teil mit anderen Maßen; eine Standard – Anleitung für ALLE Carports des Werkes. An besagtem Samstag war das vorherrschende Gefühl Ratlosigkeit. In der 24-Stunden-Kundenhotline war natürlich niemand (mit Sachverstand) zu erreichen. Die mitgelieferte Regenrinne hatte eine Länge von 6 Metern; gebraucht hätten wir 9 Meter, wenn wir den Carport -wie vorgesehen-mit leichtem Gefälle zum Nachbargrundstück aufgebaut hätten. Zum Glück waren die Männer kreativ und sachverständig genug, um das Problem rechtzeitig vorherzusehen und umzuplanen – das Dachgefälle neigt sich nun nach hinten. Keiner der gelieferten Pfosten und Bretter war in irgendeiner Weise vorgebohrt oder gekennzeichnet. Im Grunde wäre jemand mit weniger Bauerfahrung komplett aufgeschmissen gewesen.

Mitbestellt hatten wir außerdem eine zweite Tür für den angeschlossenen Geräteschuppen im Wert von 267€. Dafür bekamen wir eine einfache Brettertür ohne Klinke, ohne Schloss, dafür mit einem einfachen Vorhängeschloss, das uns nichts nützt, da wir den Schuppen als Durchgang zum Garten nutzen wollen. Also mussten wir entsprechendes Zubehör nachkaufen – nicht gerade Peanuts.

Last, but not least, dann noch die Anstreichereri. Ich hoffe, in meinem ganzen Leben nie mehr einen Malerpinsel sehen zu müssen. Aber frei nach dem Kölsche Grundgesetz “Et hät noch immer jod jejange” gab es auch hier ein Happy End. Und schön  ist er geworden, das muss man ihm lassen:

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Dank Lichtglasplatten auch im Schuppen schön "licht".

Dank Lichtglasplatten auch im Schuppen schön “licht”.

Nun noch ein paar “Bauimpressionen”:

Ratlose Bauherren.

Ratlose Bauherren.

Die ersten Pfosten liegen schon mal am rechten Fleck. Immerhin.

Die ersten Pfosten liegen schon mal am rechten Fleck. Immerhin.

Am späten Nachmittag des schwarzen Samstages nahm das Grundgerüst erste Formen an.

Am späten Nachmittag des schwarzen Samstages nahm das Grundgerüst erste Formen an.

Tage später ...

Tage später …

Langsam wird's ...

Langsam wird’s …

Nachdem der Carport inzwischen weitestgehend fertig ist (das Problem der Abdichtung des Bereiches zwischen Dach und Hauswand überlässt Easycarport – wie so vieles – der Fantasie des Bauherren), und uns drei Wochen sogenannten “Urlaubs” ins Haus standen, konnten wir uns nun endlich erfreulicheren Dingen zuwenden. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Runde Rollrasen verlegen bei 35 Grad? Bräunungsgarantie inklusive! ;-)

Aber zuerst … harken, harken, harken. Disteln und Co machten uns die Vorbereitung nicht leicht. Das Grundstück war früher Ackerboden, da kommt kein legal zugelassener Unkrautvernichter mit klar. Schwierig war auch die Begradigung des Untergrundes. Einen “Englischen Rasen” können wir hier jedenfalls nicht erwarten (tun wir zum Glück auch nicht)

Aber zuerst ... harken, harken, harken. Disteln und Co machten uns die Vorbereitung nicht leicht.

Der hübsche Kasten rechts im Bild ist übrigens nicht unser Gartenhaus, sondern gehört zur Nachbarbaustelle.

 

Das Verlegen der Rollrasenbahnen ist im wahrsten Sinne ein Kinderspiel – wenn man davon absieht, dass jede Bahn zwanzig Kilo wiegt und man nach 200 davon die Schnauze gestrichen voll hat. IMG_20150703_115847

Und das Wichtigste -besonders bei diesen Temperaturen – Wasser marsch (für Rasen und Menschen)! Oh nein, auf diese Abrechnung bin ich wahrlich nicht scharf.

Am Ende eines langen Tages: ca 200qm Rollrasen sind verlegt, bei Spitzenwerten um die 35 Grad. Da weiß man, was man geschafft hat. Gregor hat diesem Tag übrigens den Titel “Schlimmster Tag in der ganzen Bauphase” verliehen. Und das will was heißen. Ich finde jedoch – der Blick ins Grüne ist die Strapazen alle Mal wert!IMG_20150703_170616

 

Die Rubrik “Sportliche Aktivitäten im Freien” meldet sich bald wieder. Unter anderem mit den Themen: “Tatort Gartenzaun”, “Mauern statt Mallorca – Wir sparen bares Geld” und “Wie man einen Golfplatz in einen Garten verwandelt”.

Bis bald! :-)