Die Bemusterung

Prost Neujahr und sorry für die Verspätung.

Die Bemusterung hat natürlich schon längst stattgefunden. Inzwischen liegen auch die Bauantragsunterlagen des Architekten vor und werden just heute per Einschreiben an das Bauamt weitergeleitet. Sobald die Genehmigung dann  erteilt wurde, bekommen wir von Danhaus einen Termin für die Aufstellung. Es ist also im Augenblick wieder etwas Bewegung drin, nach dem allzu zähen Warten der letzten Monate.

Aber jetzt erstmal – wie versprochen – der Bericht über die Bemusterung:

Wir hatten uns den Tag extra freigenommen, um mit viel Geduld und starken Nerven an die Sache ranzugehen. Immerhin trifft man hier Entscheidungen fürs Leben. Nicht, dass man sich die nächsten zwanzig Jahre über die Farbe der Dachziegeln ärgern muss …

Tatsächlich verbrachten wir drei stolze Stunden im Musterhaus Frechen, wurden aufs angenehmste mit Kaffee und belegten Brötchen bewirtet und vor allem mit viel Geduld und Engagement beraten. An dieser Stelle nochmal vielen Dank  – Herr W.!

Viele Entscheidungen fielen uns überraschend leicht – was leider an der teils relativ geringen Auswahl von Danhaus lag. Besonders im Bereich “Sanitär” hätten wir uns mehr erwartet. Wer verkauft denn bitte eine bodentiefe, 1,20×1,00m große Dusche … und dazu nur einen popeligen Standard-Duschkopf?! An Waschbeckenamaturen war nur eine ohne Aufpreis und zwei weitere gegen Aufpreis zu erhalten (wir entschieden uns seltbstredend für die Teuerste …), dazu gabs zwei Waschbeckenvarianten (rund oder eckig, wie kreativ), eine Badewanne und das war’s. Trotzdem sind wir zufrieden, weil unser Geschmack getroffen wurde. Den ultraschicken Regenduschkopf kaufen wir uns dann eben extra und lassen ihn gleich vom Monteur anstelle des popeligen einbauen. ;-)

Wir kämpften uns tapfer durch Kataloge und Muster yur Auswahl von Außen- und Innentüren, Klinken, Sanitäröbjekte, Fensterbänke, Dachziegel, Klinker, Treppen und, und, und … zum Glück waren wir uns bei den meisten Dingen einig. Zum Eklat kam es einzig bei der Entscheidung über das Treppenholz. Hier verbissen wir uns in einen langwierigen Disput über Kiefer oder Buche, Holz oder Edelstahlsprossen. Einig wären wir uns nur bei Eiche geworden – da Eichenholz aber als Edelholz nur zu einem extrem stolzen Aufpreis zu haben war, kam es letztlich zu einem Kompromiss. Kiefernholztreppe (mein Wille), mit Edelstahlsprossen (Gregors Wille). Alle waren gluecklich, Herr W. konnte sich den Schweiß von der Stirn wischen und es ging weiter.

Die nächste Hürde stellte die Auswahl der Klinker dar. Obwohl Danhaus eine sehr große (und wirklich hübsche) Auswahl an im Preis inbegriffenen Klinkern zur Verfügung stellt, griff ich (und wer mich kennt, der möge jetzt “Typisch!” denken), nach dem einzigen (!) Muster, das nicht inklusive war. Und natürlich war es Liebe! Eine Stunde lang verglichen und rechneten wir, während Herr W. mit stoischer Geduld und unermüdlich guter Laune Klinkermuster gegen die Außenwand des Hauses hielt (natürlich von jeder Hausseite aus – immerhin muss ja auch der Lichteinfall beachtet werden). Die Entscheidung fiel natürlich letztenendes auf die teure Variante “Victoria bunt”, einem hübschen, handgeformten Rotklinker. Somit gingen unsere bisher sehr moderaten Mehrkosten für die Ausstattung natürlich durch die Decke – und versauten Herrn W.s schönen Schnitt von Kunden, die mit weniger als 1000€ Mehrkosten aus der Bemusterung herausgehen. Sorry!

Insgesamt sind wir mit der Bemusterung und der Ausstattung sehr zufrieden. Teuer kamen uns letztlich die Rolläden im OG (teils mit Elektroantrieb) und die Klinker.

Ansonsten entschieden wir uns noch für eine etwas teurere Wohnzimmertür mit Glassprossen und die schicken Designwasserhähne im Bad. Wenn man die selbstgewählten Mehrkosten für Klinker und Rolläden jedoch außen vorlässt, haben wir in der Bemusterung tatsächlich nicht mehr als knapp 1000 € Mehrkosten gehabt. Ich finde das durchaus annehmbar. Positiv hervorzuheben ist noch die grosse Auswahl an wirklich schoenen Haustueren. Da war wirklich fuer jeden was dabei, sogar fuer uns, die wir uns eine konservative Variante mit Sprossen entschieden haben.

… ach ja, und wer sich fragt, wie die Sache mit dem Carport ausgegangen ist … der musste weichen fuer Klinker und Rollaeden. Man muss schliesslich Prioritaeten setzen.