Achtung, Bauleiter entlaufen!

Hier ein kleines Update, damit die Zeit bis zum 01. Juli nicht zu lang wird. Denn – oh, Wunder – der neue Termin wurde bis jetzt von Danhaus noch nicht wieder verschoben, und wird nach Aussage von Herrn P. auch tatsächlich als verbindlicher Termin bestehen bleiben (“Sofern der LKW mit dem Haus auf dem Weg zur Baustelle nicht verunglückt” – na dann drücken wir mal die Daumen).

Wir ärgern uns weiterhin mit RWE wegen der dämlichen Oberleitung herum. Jegliche Argumentation, uns in der Angelegenheit wenigstens ein bisschen entgegenzukommen, prallt an dem Konzern ab wie Möhrengemüse am Mund unseres Dreijährigen. Wir bleiben dran. Stur – das können wir nämlich auch ganz gut. ;-)

Am Montag kommt jedenfalls SAG und hängt uns die Leitung ab (so die Götter wollen), damit am Dienstag nichts der geplanten Hausrichtung im Wege steht. *hibbel*

Und nun zu dem im Titel angekündigten entlaufenen Bauleiter. Der hüllt sich nämlich in betuliches Schweigen, was unsere Anfrage wegen einer genaueren Terminierung der Gewerke (und eventueller Verzögerungen wegen des verschobenen Richttermins) angeht. Zunächst wurden wir mit einer schnodderigen E-Mail, die vor “circas”, “in der Regels” und “normalerweises” nur so strotzte, hingehalten. Kein bisschen Verbindlichkeit, kein Wort der Entschuldigung wegen der uns dadurch entstehenden, nicht ganz unerheblichen Kosten, Kredit, Baustrom und Bauwasser betreffend.

Irgendwann platzte uns die Hutschnur und wir schrieben am 17.6.14 eine gesalzene E-Mail, die in CC auch an Herrn P. und Herrn W. ging, nur um sicher zu gehen, dass sie auch wirklich bei Danhaus ankommt, in der wir unsere Enttäuschung und unsere Bedenken kundtaten, und abschließend dezent auf unseren Baublog verwiesen, in der Hoffnung, diesen am Ende mit einer positiven Bilanz abschließen zu können.

Nach dieser Bombe rechneten wir mit einer zügigen Reaktion. Und rechneten, und rechneten. :-(

Zwischenzeitlich meldete sich immerhin Herr P., um etwas wegen unserer Türen zu  besprechen – und um ganz non-chalant in einem Nebensatz zu unserem gelungenen Baublog zu gratulieren. Man habe sich im Büro über den Septembereintrag mit den Tintenfischen  köstlich amüsiert …

Hmpf.

Naja, zumindest ist es uns gelungen, zur allgemeinen Erheiterung der Danhäusler in Flensburg  beizutragen, deren Sinn für Selbstironie offenbar nur noch von ihrer Schamlosigkeit übertroffen wird. Schön, wenn man über die eigenen Fehler lachen kann. Noch schöner, wenn man daraus etwas lernt; An dieser Stelle Grüsse in den Norden und jetzt wieder ab an die Arbeit, meine Damen und Herren!

Wenigstens gestand Herr P. uns unsere Verärgerung zu (ist ja immerhin etwas), wies aber jede Verantwortung weit von sich und nahm den Bauleiter in Schutz, der rund 50 Baustellen zu betreuen habe. Ganz ehrlich? Ist nicht unser Problem. Soll Danhaus halt mehr Leute einstellen, wir bezahlen schließlich auch dafür.

Aber ich muss ja schon sagen, der Herr P. ist ja wirklich ein ganz gewiefter, wie er es geschafft hat, mir Honig um meinen Künstlerbart zu schmieren und mich damit ganz und gar einzulullen. Tatsächlich konnte ich ihm nach seinem Lob an unserem Blog gar nicht mehr richtig böse sein. Tricky – aber ich habe es durchschaut!!! ;-)

Herr G. himself scheint inzwischen irgendwie abgetaucht zu sein, hoffentlich nur eine Schockstarre,  jedenfalls hört und sieht man nichts mehr von ihm. Es erfolgte nicht mal der Ansatz eines Versuchs, die Wogen zu glätten, was wir ziemlich enttäuschend finden. Gregor schrieb dann vor ca. einer Woche noch eine Nachricht, worauf eine kurze Antwort á la “ich kümmere mich heute Mittag darum” erfolgte. Guess what? Natürlich haben wir bis heute noch nichts von ihm gehört. Aber wenigstens lebt er noch. ;

Sachdienliche Hinweise zum entlaufenen Bauleiter sind übrigens bitte direkt an uns zu richten unter Ein-Herz-fuer-Bauherren @ nepomuk. ws. Danke! :-)

Im Gegensatz zu Herrn G. zeigt sich Herr P. augenblicklich besonders emsig und rege, (vielleicht als kompensatorische Reaktion auf die von uns gerügte Lahmarschigkeit? ;-)) und schickte uns ganz flux die nächste Rechnung , nämlich die vertraglich vereinbarte Rate von 60% der Gesamtsumme zur Richtung des Hauses, fällig zum 01. Juli, dem “voraussichtlichen” Richttermin …

Ich lasse das mal eben wirken, bis alle zuende gelacht haben.

So, fertig? Schön. Ein Anruf beim Herrn P. konnte diesen kleinen Scherz zum Glück ganz schnell entkräften. Selbstverständlich zahlen wir nicht zum 01. Juli unsere Rechnung, sondern erst, nachdem das Haus gerichtet ist und man sich von der Vollständigkeit und korrekten Aufbauweise der Wände, Fenster und Türen überzeugt hat. Hierzu werden wir auch unseren Baugutachter mit zu Rate ziehen. Herr P. verstand dies und gewährte uns eine gewisse Karenzzeit. Wie nett von ihm.

Und zum Schluss kippe ich sogar noch etwas Zuckerguss über meine ätzende Kritik: Wir sind nämlich trotz aller Ärgernisse und des inzwischen – zugegeben – recht biestigen Tonfalls auf dieser Seite immer noch guter Dinge, man mag es kaum glauben. Ich hoffe ja, wenn der Hausbau erstmal läuft, macht Danhaus seine Startschwierigkeiten mit Schnelligkeit und sauberer Arbeit wieder wett (*hint, hint*) …

Die andere Bauherrenfamilie mit der wir uns zwischenzeitlich kurzgeschlossen hatten, hat die Bauphase inzwischen übrigens hinter sich und ist in ihr “Engelsby” eingezogen. Man hörte während der Bauzeit im Großen und Ganzen nur Gutes vom Bautrupp, und das Wohngefühl soll tatsächlich einmalig sein. Insofern heißt die Parole bei uns im Augenblick – durchhalten! Nächste Woche kommt das Haus, und unser Bauleiter taucht bis dahin hoffentlich auch wieder auf.

Wir beißen ja schließlich nicht. Nur verbal. Ein bisschen … ;-)

Im nächsten Eintrag erzähle ich euch dann etwas von unseren Bodenbelägen, Preisfallen in Baumärkten und der Auswahl der “richtigen” Steckdosenform und – farbe, über die es  im Hause Nepomuk beinahe zum Eklat gekommen wäre …

 

Geduld ist eine Tugend …

… über die man (reichlich) verfügen sollte, wenn man einen Hausbau mit der Firma Danhaus plant.

Unsere Tugendhaftigkeit wird momentan arg auf die Probe gestellt, und dabei gehört insbesondere die Frau Bauherrin (aka meine Wenigkeit) eher zu der Sorte “Haben – will – SOFORT!”

Aber nu, man lernt nie aus, und vielleicht werde ich Danhaus eines Tages danken für diese lehrreiche Lektion in Sachen Gelassenheit. Und nun zum Inhalt diese Lektion:

Gestern erhielten wir eine E-Mail von unserem Bauleiter, in der er uns mitteilte, dass unsere Montagekolonne aufgrund vieler Krankenzeiten im Verzug sei, und unser Haus deshalb erst am 1. Juli anstatt am 17. Juni errichtet werden könne.

We are not amused.

Aber bei uns hat sich ohnehin schon so eine Art Lethargie engestellt, was alles rund um diesen (gefühlt) seit hundert Jahren nicht stattfindenden Hausbau angeht. Was sind schon zwei Wochen mehr, kommt es darauf wirklich noch an?

Im Zweifelsfall – ja. Denn auch wir haben einen Stichtag, an dem wir unser Haus räumen müssen. Und der liegt zwar (noch) in der Ferne, rückt aber dramatisch näher, besonders, sollten uns durch den verschobenen Termin noch weitere Verzögerungen entstehen (und davon ist meiner bescheidenen Meinung nach schwer auszugehen).

Auf eine entsprechende E-Mail -Anfrage meinerseits, und die Bitte, uns einen Zeitplan zukommen zu lassen, damit wir unsere Eigengewerke (und entsprechend unseren Urlaub) einplanen können, erfolgte bislang keine Reaktion von Danhaus. Ist aber auch erst zwei Tage her, und sie sind ja bekanntlich nicht die Schnellsten, also warten wir’s mal ab…

Ein weiteres Ärgernis finanzieller Natur entsteht uns dadurch natürlich auch noch: Denn man hatte uns ja angewiesen, vor Richtung für Baustrom und Bauwasser zu sorgen. Taten wir brav, wird nun aber vor Juli nicht benötigt. Miete und Abschäge in astronomischer Höhe zahlen wir für den Monat Juni natürlich dennoch, für nix und wieder nix. Ja, mei … addiere ich einfach mal zu den unnötigen Bereitsstellungszinsen und den monatlichen Kontoführungsgebühren des Gemeinschaftskontos für unser Eigenkapital hinzu, und schon hab ich ein hübsches, rundes Sümmchen, mit dem ich mir den Arsch abwischen kann. (Sorry.) Pfff …

Ich geh dann mal meditieren. Oder irgendwas kaputtmachen, mal sehen …

Nostalgie …

Bei aller Vorfreude auf das neue Zuhause – ein bisschen Wehmut muss erlaubt sein.

Nirgends ist es um diese Jahreszeit so schön wie in unserem Garten – natürlich total objektiv gesehen. ;-) Alles grünt und blüht und wuchert. Und sooft ich auch über unsere alten Obstbäume schimpfe (besonders im Spätsommer, wenn die faulenden Kirschen die Wespen auf die Wiese locken), so herrlich kühl ist es in ihrem Schatten.

Unser Garten ist “wildromantisch” (andere würden sagen: ungepflegt), und genau deshalb  so charmant und ein herrlicher Spielplatz mit unzähligen Verstecken.

Wie lange wird es dauern, bis es hinter unserem neuen Haus so aussieht? Meine Drachen und Gargoyles werden wohl erstmal mit Sand und Kies vorlieb nehmen müssen. :-(IMG_20140604_102725IMG_20140604_102740[1]IMG_20140604_102714

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Die (verpasste) Bodenplatte

Ja, ist den schon der 04.06.?!

Nein, nicht wirklich. Während ich noch fröhlich meinen letzten Eintrag tippse und mich hach so sehr auf den 04. freue, sind die emsigen Heinzelmännchen schon fleißig am bodenplatten. Wie gut, dass unsereiner seine Spione überall hat (in diesem Fall eine Schwiegermutter, die schräg gegenüber baut und somit unsere Baustelle mit überwacht. ;-)). Dank ihr schafften wir es gerade noch rechtzeitig vor dem Zusammenpacken der Handwerker, zur Baustelle zu eilen, und die fertiggegossene Bodenplatte zu bestaunen.

Ich hoffe doch sehr, dass nicht quasi übermorgen das Haus aufgebaut wird und wir erst davon erfahren, wenn das Richtfest vorüber ist! Nein, im Ernst. Heute Morgen telefonierte ich noch mit unserem Bauleiter wegen einer anderen Angelegenheit und er verlor kein Wort darüber. Ob er es selbst nicht wusste …?

Man weiß es nicht.  Hauptsache, alles hat hervorragend geklappt und da liegt jetzt ne schöne Bodenplatte und sieht furchtbar winzig aus. ;-)

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Erdarbeiten und sonstige Vorbereitungen

Am Freitag nach dem Feiertag hat sich wider Erwarten auf unserer Baustelle etwas getan. Die Abwasserrohre sind verlegt und der Graben für die Hausanschlüsse und den Baustrom ist ausgeschachtet. Nun kann man schon erahnen, wo später einmal was genau sein wird (und ernsthaft – es sieht alles SO. WINZIG. AUS.).

Ein Dixieklo steht auch schon da – keine Ahnung, wer das gewesen ist, aber es ist schon erstaunlich, wie die Dinge auf einmal ganz von alleine laufen. Schwer zu ertragen für mich Kontrollfreak, aber trotzdem auch mal zur Abwechslung ganz angenehm. ;-)

Heute, am Montag dem 02.06., wurde früh am Morgen dann der Baustromkasten aufgestellt. Im Laufe des heutigen Tages kommt der Elektriker, um ihn anzuschließen, während ich zwischen Bergheim und Sindorf hin und herirrte, um das Bauwasserstandrohr zu organisieren. Stolze 600 € Kaution wurden hierfür fällig – also nach Feierabend immer schön wegschließen, Leute.

Was Bauwasser und Baustrom letztliich kosten werden, wissen wir noch nicht so genau. Aber wir rechnen mit unserer altbewährten Formel: “Rechne mit dem Schlimmsten und schlag dann nochmal 25% obendrauf, und du hast eine realistische Kalkulation”. Bisher sind wir damit gut gefahren. Und manchmal wird man sogar positiv überrascht. ;-)

Jedenfalls ist nun der Weg geebnet für unsere Bodenplatte am MIttwoch. *hibbel* To be continued …

Achso, Fotos:

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