Der Bagger kommt! … oder: Zum Teufel mit RWE!

Wie sagt man so schön? Aller Anfang ist schwer.

Unser Tag 1 auf der Baustelle am 26.Mai 2014 begann mit einem unschönen Treffen mit Mitarbeitern von RWE und SAG, sowie unserem Bauleiter von Danhaus.

Grund des Treffens: eine störende provisorische Stromoberleitung, die uns SAG im Auftrag von RWE vor die Nase gesetzt hat, und die nun verhindert, dass Danhaus mit dem Kran das Haus aufstellen kann. Schon im Vorfeld gab es einen regen E-Mail-Austausch zu der Problematik. Danhaus hat zwar die Möglichkeit, mit einem größeren Kran anzurücken und die Hausteile über die Leitung zu heben (mir wird schon schwindelig allein bei der Vorstellung!!!), was jedoch mit höheren Kosten und – vor allem – höherem Risiko (auf unsere Kosten, versteht sich), verbunden sei. Und SAG könne zwar für ein paar Tage die Leitungen kappen, aber auch dies sei mit Kosten verbunden, schlappe 1500-2000€! Die Frage, die sich uns verständlicherweise stellte, ist – wer trägt diese Kosten? RWE hat dazu natürlich eine ganz klare Meinung: Wir.

Großzügigerweise [/Ironie] bot uns RWE und dann noch an, das Nachbargrundstück zu befahren, um die Hausteile von dort aus zu verladen. Unser Bauleiter lehnt dies strikt ab, da der Grund nicht eben genug sei … usw. Man zankte sich noch eine Weile herum und berief sich darauf, dass wir die Einzigen(!) seien, die sich wegen der Oberleitung so anstellen würden. Man kann das Verhalten des RWElers nur als verstockt bezeichnen, und den genannten Preis von 2000€ als überzogen. Von einem Entgegenkommen kann hier absolut nicht die Rede sein, zumal wenn man bedenkt, dass RWE der Grund dafür ist, dass wir überhaupt umsiedeln müssen. Da sollte man meinen, der Konzern tue etwas für die Betroffenen, aber man spürt schon sehr deutlich, dass dem Multi das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt.

Im Nachhinein denke ich, wenn wir das vorher gewusst hätten, dann hätten wir bei der Entschädigungssumme unseres Hauses zäher verhandeln, und uns nicht so schnell abspeisen lassen sollen. Guter Rat an alle Umsiedler, die es noch vor sich haben – und der ist umsonst! ;-)

Das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit jedenfalls noch nicht gesprochen, denn auch bei uns sitzt das Geld nicht so locker, dass man mal eben 2000€ für Nonsens (anders kann ich es nicht bezeichnen) raushauen kann und will.

*lufthol*

Aber es war zum Glück nicht alles scheiße. Als wir um 8:00 Uhr auf der Baustelle eintrafen, waren die Bagger schon fleißig am Werk. Zwei Tage später war das Grundstück für die Errichtung der Bodenplatte geebnet und auch schon vom Vermesser abgesteckt.

Hier noch ein paar Impressionen der ersten Tage:

Grobabsteckung am Tag vor Baubeginn - der Bauherr höchstpersönlich misst nochmal nach

Grobabsteckung am Tag vor Baubeginn – der Bauherr höchstpersönlich misst nochmal nach

Mein Blick aus dem Wohnzimmererker; grün und unverbaut.

Mein Blick aus dem Wohnzimmererker; grün und unverbaut.

Unser Grundstück - eine idyllische grüne Wiese - noch!

Unser Grundstück – eine idyllische grüne Wiese – noch!

Bauherren up-to-Date: Sefie vor Danhaus - Schild

Bauherren up-to-Date: Sefie vor Danhaus – Schild

Baubeginn: 26. Mai, 8:00 Uhr morgens bei Tröpfelregen

Baubeginn: 26. Mai, 8:00 Uhr morgens bei Tröpfelregen

26. Mai, 15:30 Uhr ... stolzer Bauherr vor Bagger ;-). Und auch das Wetter zeigt sich etwas freundlicher - kein Wunder, bei dem Lächeln.

26. Mai, 15:30 Uhr … stolzer Bauherr vor Bagger ;-). Und auch das Wetter zeigt sich etwas freundlicher – kein Wunder, bei dem Lächeln.

IMG_20140526_154644[1]

Und letztendlich, 28. Mai, 18:00 Uhr ... feddisch!

Und letztendlich, 28. Mai, 18:00 Uhr … feddisch!

2 Gedanken zu “Der Bagger kommt! … oder: Zum Teufel mit RWE!

  1. Puuh 2.000 Euro Mehrkosten wegen einer oberirdischen Stromleitung die im Weg ist, echt heftig. Kann man diese nicht kurzweilig auf den Boden verlegen für 1 Tag?

    • Hallo Matthias,
      heftig, ja, allemal!
      Das “Problem” ist ja nicht das Abhängen der Leitung an sich (oder doch, das auch, wenn man bedenkt, wie unverantwortlich es ist, 2 (in Worten: ZWEI!) Straßenlaternen für zwei Nächte lahmzulegen … O-Ton SAG), sondern der Arbeitsaufwand, der dafür betrieben wird, wenn drei(!) Mitarbeiter für einen ganzen(!) Tag von woanders abgerufen werden müssen, um die Leitung zu kappen. Ich garantiere dir, ich stehe vor Ort mit der Stoppuhr, und wehe, wenn nicht drei Männlein den ganzen Tag damit beschäftigt sind … ;-)
      Viele Grüße!
      Rebekka

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>