Ein Haus! Ein Haus! – Der Richttermin :-)

Ach Menno. Da plant man einmal einen total spannenden und lückenfüllenden Beitrag zum Thema Fußböden und Steckdosen … und dann wird doch tatsächlich das Haus gerichtet!

Tja, das ist Pech. Dann muss der Steckdosenbeitrag leider warten, und ich euch mit den Details der zum Gähnen langweiligen Hausrichtung quälen. Sorry! ;-)

Nachdem SAG am 30.6. tatsächlich kam, um die Leitung abzuklemmen, gab es ja auch schließlich kein zurück. Und Herr G. (ja, es gibt ihn noch!) bestätigte telefonisch den Richttermin für den 01. Juli. Sodann wir uns alle frei nahmen, um dem großen Ereignis beizuwohnen. Und kennt ihr das? – Man fiebert monatelang einem Ereignis entgegen, aber wenn dann morgens um 5 Uhr der Wecker klingelt, denkt man trotzdem: Scheiße!

Tag 1:

Nach einem nervenaufreibendem und bis in die Puppen andauernden WM-Achtelfinalspiel Deutschland – Algerien quälten wir uns in aller Frühe aus dem Bett, kochten Kaffee für die Truppe und standen Punkt 6:30 Uhr an der Baustelle, um die nach und nach eintrudelnden Fahrzeuge standesgemäß mit der Videokamera im Anschlag zu begrüßen. Paradoxerweise kam der Dachstuhl zuerst – der LKW kam uns schon auf dem Weg zur Baustelle entgegen (“Guck mal, Schatz, ist das unser Haus?” – “Nein, kann nicht sein. Die bringen doch nicht das Dach zuerst!”). Doch, bringen sie.

Beweisfoto:

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Sodann kamen denn auch der Rest des Hauses und die dreiköpfige Zimmermannstruppe aus dem Hochsauerlandkreis, die sich auch gleich ans Werk machte. Zunächst musste die Bodenplatte noch eingemessen werden. Dies erfolgt üblicherweise einen Tag vorher, da das Material aber noch nicht geliefert war, musste es nun nachgeholt werden. Das nahm einige Zeit in Anspruch und so manchem großen und kleinen Kind wurde es inzwischen langweilig. Gut, dass die Oma gleich gegenüber wohnt, und die Kindsbespaßung für den Rest des Tages übernehmen konnte.

Einmessen der Bodenplatte

Einmessen der Bodenplatte

Gegen zehn Uhr ging es dann aber los mit der Richtung, und nach zwei Stunden standen die kompletten Innenwände des Erdgeschosses, und die stolze Hausherrin konnte die ersten Hausführungen durchführen (sehr zum Leidwesen der Zimmermannsleute, wie ich fürchte).

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Den Nachmittag über wurden die Außenwände gerichtet. Zwischenzeitlich kam der Gerüstbauer und machte seinem Titel Ehre. Alles lief wie am Schnürchen, bei strahlendblauem Himmel entstand vor unseren Augen ein Haus aus dem Nichts! Und zum Abend hin wurde es dann nochmal spektakulär, als nämlich die großen Giebel mit dem Kran aufgesetzt wurden. Damit waren die Arbeiten des ersten Tages gegen 18:30 Uhr aber auch beendet, und die Arbeiter begaben sich in den wohlverdienten Feierabend.

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Überwachungsarbeiten - mindestens ebenso anstrengend! ;-)

Überwachungsarbeiten – mindestens ebenso anstrengend! ;-)

Der 2. Giebel sitzt - Ende Tag 1.

Der 2. Giebel sitzt – Ende Tag 1

Tag 2:

Am zweiten Tag, den wir leider nicht mehr “live” verfolgen konnten, sondern nur sehr sporadisch, richteten die Zimmermannsleute den Dachstuhl und das “Gerüst” der Decke für das OG. Auch unser wunderschöner Kathedralengiebel des Panoramaerkers fand seinen Bestimmungsort und gibt nun dem Haus sein charakteristisches Aussehen.

Ach ja, unseren Bauherrenschlüssel bekamen wir dann auch noch. :-)

Morgen wird dann damit begonnen, den Dachstuhl mit Folie abzudecken, damit es nicht mehr reinregnen kann. Und wir können theoretisch schon Richtfest feiern. ;-)

Innenansicht Diele

Innenansicht Diele mit Blick ins Wohnzimmer

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Ein Giebel findet seine Heimat

Ein Giebel findet seine Heimat

Achtung, Bauleiter entlaufen!

Hier ein kleines Update, damit die Zeit bis zum 01. Juli nicht zu lang wird. Denn – oh, Wunder – der neue Termin wurde bis jetzt von Danhaus noch nicht wieder verschoben, und wird nach Aussage von Herrn P. auch tatsächlich als verbindlicher Termin bestehen bleiben (“Sofern der LKW mit dem Haus auf dem Weg zur Baustelle nicht verunglückt” – na dann drücken wir mal die Daumen).

Wir ärgern uns weiterhin mit RWE wegen der dämlichen Oberleitung herum. Jegliche Argumentation, uns in der Angelegenheit wenigstens ein bisschen entgegenzukommen, prallt an dem Konzern ab wie Möhrengemüse am Mund unseres Dreijährigen. Wir bleiben dran. Stur – das können wir nämlich auch ganz gut. ;-)

Am Montag kommt jedenfalls SAG und hängt uns die Leitung ab (so die Götter wollen), damit am Dienstag nichts der geplanten Hausrichtung im Wege steht. *hibbel*

Und nun zu dem im Titel angekündigten entlaufenen Bauleiter. Der hüllt sich nämlich in betuliches Schweigen, was unsere Anfrage wegen einer genaueren Terminierung der Gewerke (und eventueller Verzögerungen wegen des verschobenen Richttermins) angeht. Zunächst wurden wir mit einer schnodderigen E-Mail, die vor “circas”, “in der Regels” und “normalerweises” nur so strotzte, hingehalten. Kein bisschen Verbindlichkeit, kein Wort der Entschuldigung wegen der uns dadurch entstehenden, nicht ganz unerheblichen Kosten, Kredit, Baustrom und Bauwasser betreffend.

Irgendwann platzte uns die Hutschnur und wir schrieben am 17.6.14 eine gesalzene E-Mail, die in CC auch an Herrn P. und Herrn W. ging, nur um sicher zu gehen, dass sie auch wirklich bei Danhaus ankommt, in der wir unsere Enttäuschung und unsere Bedenken kundtaten, und abschließend dezent auf unseren Baublog verwiesen, in der Hoffnung, diesen am Ende mit einer positiven Bilanz abschließen zu können.

Nach dieser Bombe rechneten wir mit einer zügigen Reaktion. Und rechneten, und rechneten. :-(

Zwischenzeitlich meldete sich immerhin Herr P., um etwas wegen unserer Türen zu  besprechen – und um ganz non-chalant in einem Nebensatz zu unserem gelungenen Baublog zu gratulieren. Man habe sich im Büro über den Septembereintrag mit den Tintenfischen  köstlich amüsiert …

Hmpf.

Naja, zumindest ist es uns gelungen, zur allgemeinen Erheiterung der Danhäusler in Flensburg  beizutragen, deren Sinn für Selbstironie offenbar nur noch von ihrer Schamlosigkeit übertroffen wird. Schön, wenn man über die eigenen Fehler lachen kann. Noch schöner, wenn man daraus etwas lernt; An dieser Stelle Grüsse in den Norden und jetzt wieder ab an die Arbeit, meine Damen und Herren!

Wenigstens gestand Herr P. uns unsere Verärgerung zu (ist ja immerhin etwas), wies aber jede Verantwortung weit von sich und nahm den Bauleiter in Schutz, der rund 50 Baustellen zu betreuen habe. Ganz ehrlich? Ist nicht unser Problem. Soll Danhaus halt mehr Leute einstellen, wir bezahlen schließlich auch dafür.

Aber ich muss ja schon sagen, der Herr P. ist ja wirklich ein ganz gewiefter, wie er es geschafft hat, mir Honig um meinen Künstlerbart zu schmieren und mich damit ganz und gar einzulullen. Tatsächlich konnte ich ihm nach seinem Lob an unserem Blog gar nicht mehr richtig böse sein. Tricky – aber ich habe es durchschaut!!! ;-)

Herr G. himself scheint inzwischen irgendwie abgetaucht zu sein, hoffentlich nur eine Schockstarre,  jedenfalls hört und sieht man nichts mehr von ihm. Es erfolgte nicht mal der Ansatz eines Versuchs, die Wogen zu glätten, was wir ziemlich enttäuschend finden. Gregor schrieb dann vor ca. einer Woche noch eine Nachricht, worauf eine kurze Antwort á la “ich kümmere mich heute Mittag darum” erfolgte. Guess what? Natürlich haben wir bis heute noch nichts von ihm gehört. Aber wenigstens lebt er noch. ;

Sachdienliche Hinweise zum entlaufenen Bauleiter sind übrigens bitte direkt an uns zu richten unter Ein-Herz-fuer-Bauherren @ nepomuk. ws. Danke! :-)

Im Gegensatz zu Herrn G. zeigt sich Herr P. augenblicklich besonders emsig und rege, (vielleicht als kompensatorische Reaktion auf die von uns gerügte Lahmarschigkeit? ;-)) und schickte uns ganz flux die nächste Rechnung , nämlich die vertraglich vereinbarte Rate von 60% der Gesamtsumme zur Richtung des Hauses, fällig zum 01. Juli, dem “voraussichtlichen” Richttermin …

Ich lasse das mal eben wirken, bis alle zuende gelacht haben.

So, fertig? Schön. Ein Anruf beim Herrn P. konnte diesen kleinen Scherz zum Glück ganz schnell entkräften. Selbstverständlich zahlen wir nicht zum 01. Juli unsere Rechnung, sondern erst, nachdem das Haus gerichtet ist und man sich von der Vollständigkeit und korrekten Aufbauweise der Wände, Fenster und Türen überzeugt hat. Hierzu werden wir auch unseren Baugutachter mit zu Rate ziehen. Herr P. verstand dies und gewährte uns eine gewisse Karenzzeit. Wie nett von ihm.

Und zum Schluss kippe ich sogar noch etwas Zuckerguss über meine ätzende Kritik: Wir sind nämlich trotz aller Ärgernisse und des inzwischen – zugegeben – recht biestigen Tonfalls auf dieser Seite immer noch guter Dinge, man mag es kaum glauben. Ich hoffe ja, wenn der Hausbau erstmal läuft, macht Danhaus seine Startschwierigkeiten mit Schnelligkeit und sauberer Arbeit wieder wett (*hint, hint*) …

Die andere Bauherrenfamilie mit der wir uns zwischenzeitlich kurzgeschlossen hatten, hat die Bauphase inzwischen übrigens hinter sich und ist in ihr “Engelsby” eingezogen. Man hörte während der Bauzeit im Großen und Ganzen nur Gutes vom Bautrupp, und das Wohngefühl soll tatsächlich einmalig sein. Insofern heißt die Parole bei uns im Augenblick – durchhalten! Nächste Woche kommt das Haus, und unser Bauleiter taucht bis dahin hoffentlich auch wieder auf.

Wir beißen ja schließlich nicht. Nur verbal. Ein bisschen … ;-)

Im nächsten Eintrag erzähle ich euch dann etwas von unseren Bodenbelägen, Preisfallen in Baumärkten und der Auswahl der “richtigen” Steckdosenform und – farbe, über die es  im Hause Nepomuk beinahe zum Eklat gekommen wäre …

 

Geduld ist eine Tugend …

… über die man (reichlich) verfügen sollte, wenn man einen Hausbau mit der Firma Danhaus plant.

Unsere Tugendhaftigkeit wird momentan arg auf die Probe gestellt, und dabei gehört insbesondere die Frau Bauherrin (aka meine Wenigkeit) eher zu der Sorte “Haben – will – SOFORT!”

Aber nu, man lernt nie aus, und vielleicht werde ich Danhaus eines Tages danken für diese lehrreiche Lektion in Sachen Gelassenheit. Und nun zum Inhalt diese Lektion:

Gestern erhielten wir eine E-Mail von unserem Bauleiter, in der er uns mitteilte, dass unsere Montagekolonne aufgrund vieler Krankenzeiten im Verzug sei, und unser Haus deshalb erst am 1. Juli anstatt am 17. Juni errichtet werden könne.

We are not amused.

Aber bei uns hat sich ohnehin schon so eine Art Lethargie engestellt, was alles rund um diesen (gefühlt) seit hundert Jahren nicht stattfindenden Hausbau angeht. Was sind schon zwei Wochen mehr, kommt es darauf wirklich noch an?

Im Zweifelsfall – ja. Denn auch wir haben einen Stichtag, an dem wir unser Haus räumen müssen. Und der liegt zwar (noch) in der Ferne, rückt aber dramatisch näher, besonders, sollten uns durch den verschobenen Termin noch weitere Verzögerungen entstehen (und davon ist meiner bescheidenen Meinung nach schwer auszugehen).

Auf eine entsprechende E-Mail -Anfrage meinerseits, und die Bitte, uns einen Zeitplan zukommen zu lassen, damit wir unsere Eigengewerke (und entsprechend unseren Urlaub) einplanen können, erfolgte bislang keine Reaktion von Danhaus. Ist aber auch erst zwei Tage her, und sie sind ja bekanntlich nicht die Schnellsten, also warten wir’s mal ab…

Ein weiteres Ärgernis finanzieller Natur entsteht uns dadurch natürlich auch noch: Denn man hatte uns ja angewiesen, vor Richtung für Baustrom und Bauwasser zu sorgen. Taten wir brav, wird nun aber vor Juli nicht benötigt. Miete und Abschäge in astronomischer Höhe zahlen wir für den Monat Juni natürlich dennoch, für nix und wieder nix. Ja, mei … addiere ich einfach mal zu den unnötigen Bereitsstellungszinsen und den monatlichen Kontoführungsgebühren des Gemeinschaftskontos für unser Eigenkapital hinzu, und schon hab ich ein hübsches, rundes Sümmchen, mit dem ich mir den Arsch abwischen kann. (Sorry.) Pfff …

Ich geh dann mal meditieren. Oder irgendwas kaputtmachen, mal sehen …

Nostalgie …

Bei aller Vorfreude auf das neue Zuhause – ein bisschen Wehmut muss erlaubt sein.

Nirgends ist es um diese Jahreszeit so schön wie in unserem Garten – natürlich total objektiv gesehen. ;-) Alles grünt und blüht und wuchert. Und sooft ich auch über unsere alten Obstbäume schimpfe (besonders im Spätsommer, wenn die faulenden Kirschen die Wespen auf die Wiese locken), so herrlich kühl ist es in ihrem Schatten.

Unser Garten ist “wildromantisch” (andere würden sagen: ungepflegt), und genau deshalb  so charmant und ein herrlicher Spielplatz mit unzähligen Verstecken.

Wie lange wird es dauern, bis es hinter unserem neuen Haus so aussieht? Meine Drachen und Gargoyles werden wohl erstmal mit Sand und Kies vorlieb nehmen müssen. :-(IMG_20140604_102725IMG_20140604_102740[1]IMG_20140604_102714

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Die (verpasste) Bodenplatte

Ja, ist den schon der 04.06.?!

Nein, nicht wirklich. Während ich noch fröhlich meinen letzten Eintrag tippse und mich hach so sehr auf den 04. freue, sind die emsigen Heinzelmännchen schon fleißig am bodenplatten. Wie gut, dass unsereiner seine Spione überall hat (in diesem Fall eine Schwiegermutter, die schräg gegenüber baut und somit unsere Baustelle mit überwacht. ;-)). Dank ihr schafften wir es gerade noch rechtzeitig vor dem Zusammenpacken der Handwerker, zur Baustelle zu eilen, und die fertiggegossene Bodenplatte zu bestaunen.

Ich hoffe doch sehr, dass nicht quasi übermorgen das Haus aufgebaut wird und wir erst davon erfahren, wenn das Richtfest vorüber ist! Nein, im Ernst. Heute Morgen telefonierte ich noch mit unserem Bauleiter wegen einer anderen Angelegenheit und er verlor kein Wort darüber. Ob er es selbst nicht wusste …?

Man weiß es nicht.  Hauptsache, alles hat hervorragend geklappt und da liegt jetzt ne schöne Bodenplatte und sieht furchtbar winzig aus. ;-)

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Erdarbeiten und sonstige Vorbereitungen

Am Freitag nach dem Feiertag hat sich wider Erwarten auf unserer Baustelle etwas getan. Die Abwasserrohre sind verlegt und der Graben für die Hausanschlüsse und den Baustrom ist ausgeschachtet. Nun kann man schon erahnen, wo später einmal was genau sein wird (und ernsthaft – es sieht alles SO. WINZIG. AUS.).

Ein Dixieklo steht auch schon da – keine Ahnung, wer das gewesen ist, aber es ist schon erstaunlich, wie die Dinge auf einmal ganz von alleine laufen. Schwer zu ertragen für mich Kontrollfreak, aber trotzdem auch mal zur Abwechslung ganz angenehm. ;-)

Heute, am Montag dem 02.06., wurde früh am Morgen dann der Baustromkasten aufgestellt. Im Laufe des heutigen Tages kommt der Elektriker, um ihn anzuschließen, während ich zwischen Bergheim und Sindorf hin und herirrte, um das Bauwasserstandrohr zu organisieren. Stolze 600 € Kaution wurden hierfür fällig – also nach Feierabend immer schön wegschließen, Leute.

Was Bauwasser und Baustrom letztliich kosten werden, wissen wir noch nicht so genau. Aber wir rechnen mit unserer altbewährten Formel: “Rechne mit dem Schlimmsten und schlag dann nochmal 25% obendrauf, und du hast eine realistische Kalkulation”. Bisher sind wir damit gut gefahren. Und manchmal wird man sogar positiv überrascht. ;-)

Jedenfalls ist nun der Weg geebnet für unsere Bodenplatte am MIttwoch. *hibbel* To be continued …

Achso, Fotos:

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Der Bagger kommt! … oder: Zum Teufel mit RWE!

Wie sagt man so schön? Aller Anfang ist schwer.

Unser Tag 1 auf der Baustelle am 26.Mai 2014 begann mit einem unschönen Treffen mit Mitarbeitern von RWE und SAG, sowie unserem Bauleiter von Danhaus.

Grund des Treffens: eine störende provisorische Stromoberleitung, die uns SAG im Auftrag von RWE vor die Nase gesetzt hat, und die nun verhindert, dass Danhaus mit dem Kran das Haus aufstellen kann. Schon im Vorfeld gab es einen regen E-Mail-Austausch zu der Problematik. Danhaus hat zwar die Möglichkeit, mit einem größeren Kran anzurücken und die Hausteile über die Leitung zu heben (mir wird schon schwindelig allein bei der Vorstellung!!!), was jedoch mit höheren Kosten und – vor allem – höherem Risiko (auf unsere Kosten, versteht sich), verbunden sei. Und SAG könne zwar für ein paar Tage die Leitungen kappen, aber auch dies sei mit Kosten verbunden, schlappe 1500-2000€! Die Frage, die sich uns verständlicherweise stellte, ist – wer trägt diese Kosten? RWE hat dazu natürlich eine ganz klare Meinung: Wir.

Großzügigerweise [/Ironie] bot uns RWE und dann noch an, das Nachbargrundstück zu befahren, um die Hausteile von dort aus zu verladen. Unser Bauleiter lehnt dies strikt ab, da der Grund nicht eben genug sei … usw. Man zankte sich noch eine Weile herum und berief sich darauf, dass wir die Einzigen(!) seien, die sich wegen der Oberleitung so anstellen würden. Man kann das Verhalten des RWElers nur als verstockt bezeichnen, und den genannten Preis von 2000€ als überzogen. Von einem Entgegenkommen kann hier absolut nicht die Rede sein, zumal wenn man bedenkt, dass RWE der Grund dafür ist, dass wir überhaupt umsiedeln müssen. Da sollte man meinen, der Konzern tue etwas für die Betroffenen, aber man spürt schon sehr deutlich, dass dem Multi das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt.

Im Nachhinein denke ich, wenn wir das vorher gewusst hätten, dann hätten wir bei der Entschädigungssumme unseres Hauses zäher verhandeln, und uns nicht so schnell abspeisen lassen sollen. Guter Rat an alle Umsiedler, die es noch vor sich haben – und der ist umsonst! ;-)

Das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit jedenfalls noch nicht gesprochen, denn auch bei uns sitzt das Geld nicht so locker, dass man mal eben 2000€ für Nonsens (anders kann ich es nicht bezeichnen) raushauen kann und will.

*lufthol*

Aber es war zum Glück nicht alles scheiße. Als wir um 8:00 Uhr auf der Baustelle eintrafen, waren die Bagger schon fleißig am Werk. Zwei Tage später war das Grundstück für die Errichtung der Bodenplatte geebnet und auch schon vom Vermesser abgesteckt.

Hier noch ein paar Impressionen der ersten Tage:

Grobabsteckung am Tag vor Baubeginn - der Bauherr höchstpersönlich misst nochmal nach

Grobabsteckung am Tag vor Baubeginn – der Bauherr höchstpersönlich misst nochmal nach

Mein Blick aus dem Wohnzimmererker; grün und unverbaut.

Mein Blick aus dem Wohnzimmererker; grün und unverbaut.

Unser Grundstück - eine idyllische grüne Wiese - noch!

Unser Grundstück – eine idyllische grüne Wiese – noch!

Bauherren up-to-Date: Sefie vor Danhaus - Schild

Bauherren up-to-Date: Sefie vor Danhaus – Schild

Baubeginn: 26. Mai, 8:00 Uhr morgens bei Tröpfelregen

Baubeginn: 26. Mai, 8:00 Uhr morgens bei Tröpfelregen

26. Mai, 15:30 Uhr ... stolzer Bauherr vor Bagger ;-). Und auch das Wetter zeigt sich etwas freundlicher - kein Wunder, bei dem Lächeln.

26. Mai, 15:30 Uhr … stolzer Bauherr vor Bagger ;-). Und auch das Wetter zeigt sich etwas freundlicher – kein Wunder, bei dem Lächeln.

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Und letztendlich, 28. Mai, 18:00 Uhr ... feddisch!

Und letztendlich, 28. Mai, 18:00 Uhr … feddisch!

Auf die Plätze, fertig … BAUEN!

Seit meinem letzten Beitrag sind Monate vergangen. Nicht, weil ich zu faul gewesen wäre, etwas zu schreiben (das ist nur EIN Grund), sondern weil es schlicht nichts zu berichten gab, was nicht in einer kurzen Zusammenfassung abgehandelt werden könnte. Hier also die kurze Zusammenfassung:

Januar: Baugenehmigung der Stadt wurde erteilt und an Danhaus weitergeleitet. Just ereilte und ein Schreiben, in welchem uns der voraussichtliche Aufstelltermin unseres Hauses genannt wurde … Ende Juni, wegen Verzögerungen am Werk. Man bedaure dies sehr, leider nicht zu ändern, blablubb.

Februar: Warten … vorsichtige Nachfragen nach einem konkreten Aufstelltermin. Beantragung von Trinkwasser, Strom, Baustrom und Telekomanschlüssen.

März: Warten … Ortstermin mit unserem Bauleiter, der den Aufbau vorsichtig auf Mitte Juni bezifferte. Eine offizielle Bestätigung des Termins erhielten wir leider nicht.

April: Warten … Kontaktaufnahme mit diversen Tiefbauunternehmen für die vorbereitenden Erdabeiten.

Anfang Mai: Warten, begleitet von wöchentlichen Nervanrufen bei Danhaus … Wieder einmal zeigt sich uns die Zuverlässigkeit der Baubranche im Einhalten von Zusagen und Terminen [/Ironiemodus]. Wenigstens auf den Tiefbauer Schönen ist Verlass; zum Glück zeigt er sich auch flexibel genug, um auf unser gebetmühlenartig dahergeleiertes: “Tut uns leid, wir haben noch keinen konkreten Termin. Voraussichtlich können wir Anfang Juni starten …”, gelassen zu reagieren.

und dann, dann passierte es …

Mitte Mai: Danhaus legt den Richttermin auf den 17. Juni fest! Die Arbeiten für die Bodenplatte sollen jedoch schon am 04. Juni erfolgen … öhm. Schnell mal bei Fa. Schönen nachgefragt … glücklicherweise können die Erdarbeiten schon am 26. Mai beginnen und der Baustrom war auch schon beantragt. Alles gut, einmal tief durchatmen. Trotzdem ärgerlich, dass Danhaus sich zunächst überhaupt nicht äußert, um dann holterdipolter mit einem Termin um die Ecke zu kommen (zumal ich ca. eine Woche vorher bei einem weiteren Nervanruf bei Herrn P. versichert bekam, wir bekämen auf jeden Fall rechtzeitig Bescheid, um diverse Antragsfristen (i.d.R. 3-6 Wochen) einzuhalten …)

Das Vermessungsbüro ist auch schnell zur Stelle und hat die Grobabsteckung unseres Hauses vorgenommen. Lediglich der Baustromfuzzi moppert ein bisschen rum und will uns partout keine Zusage geben, dass er zum 04. Juni den Anschluss legen kann, weil wir uns nicht früh genug melden konnten. Alternativen gibt es leider nicht, unser Baubeginn steht und fällt nun mit diesem Herrn … to be continued.

Fazit: Seit Vertragsunterschrift bei Danhaus im Mai 2013 bis zum Richttermin am 17. Juni 2014 ist  über ein Jahr verstrichen. Das ist starker Tobak, zumal uns inzwischen Zusatzkosten für den Kredit entstehen, der eine bereitsstellungszinsfreie Zeit von 9 Monaten beinhaltete, die nun abgelaufen ist. Nun fallen 0,05% Zinsen auf die nicht abgerufene Summe an – nicht gerade Peanuts – und Geld, das an anderer Stelle benötigt würde. Hoffen wir mal, dass Danhaus jetzt wenigstens beim Bau Gas gibt, um die verlorenen Monate wieder reinzuholen. Immerhin möchten wir dieses Jahr Weihnachten gerne im neuen Zuhause feiern. :-)

Also, auf die Plätze, fertig … BAUEN!

Die Bemusterung

Prost Neujahr und sorry für die Verspätung.

Die Bemusterung hat natürlich schon längst stattgefunden. Inzwischen liegen auch die Bauantragsunterlagen des Architekten vor und werden just heute per Einschreiben an das Bauamt weitergeleitet. Sobald die Genehmigung dann  erteilt wurde, bekommen wir von Danhaus einen Termin für die Aufstellung. Es ist also im Augenblick wieder etwas Bewegung drin, nach dem allzu zähen Warten der letzten Monate.

Aber jetzt erstmal – wie versprochen – der Bericht über die Bemusterung:

Wir hatten uns den Tag extra freigenommen, um mit viel Geduld und starken Nerven an die Sache ranzugehen. Immerhin trifft man hier Entscheidungen fürs Leben. Nicht, dass man sich die nächsten zwanzig Jahre über die Farbe der Dachziegeln ärgern muss …

Tatsächlich verbrachten wir drei stolze Stunden im Musterhaus Frechen, wurden aufs angenehmste mit Kaffee und belegten Brötchen bewirtet und vor allem mit viel Geduld und Engagement beraten. An dieser Stelle nochmal vielen Dank  – Herr W.!

Viele Entscheidungen fielen uns überraschend leicht – was leider an der teils relativ geringen Auswahl von Danhaus lag. Besonders im Bereich “Sanitär” hätten wir uns mehr erwartet. Wer verkauft denn bitte eine bodentiefe, 1,20×1,00m große Dusche … und dazu nur einen popeligen Standard-Duschkopf?! An Waschbeckenamaturen war nur eine ohne Aufpreis und zwei weitere gegen Aufpreis zu erhalten (wir entschieden uns seltbstredend für die Teuerste …), dazu gabs zwei Waschbeckenvarianten (rund oder eckig, wie kreativ), eine Badewanne und das war’s. Trotzdem sind wir zufrieden, weil unser Geschmack getroffen wurde. Den ultraschicken Regenduschkopf kaufen wir uns dann eben extra und lassen ihn gleich vom Monteur anstelle des popeligen einbauen. ;-)

Wir kämpften uns tapfer durch Kataloge und Muster yur Auswahl von Außen- und Innentüren, Klinken, Sanitäröbjekte, Fensterbänke, Dachziegel, Klinker, Treppen und, und, und … zum Glück waren wir uns bei den meisten Dingen einig. Zum Eklat kam es einzig bei der Entscheidung über das Treppenholz. Hier verbissen wir uns in einen langwierigen Disput über Kiefer oder Buche, Holz oder Edelstahlsprossen. Einig wären wir uns nur bei Eiche geworden – da Eichenholz aber als Edelholz nur zu einem extrem stolzen Aufpreis zu haben war, kam es letztlich zu einem Kompromiss. Kiefernholztreppe (mein Wille), mit Edelstahlsprossen (Gregors Wille). Alle waren gluecklich, Herr W. konnte sich den Schweiß von der Stirn wischen und es ging weiter.

Die nächste Hürde stellte die Auswahl der Klinker dar. Obwohl Danhaus eine sehr große (und wirklich hübsche) Auswahl an im Preis inbegriffenen Klinkern zur Verfügung stellt, griff ich (und wer mich kennt, der möge jetzt “Typisch!” denken), nach dem einzigen (!) Muster, das nicht inklusive war. Und natürlich war es Liebe! Eine Stunde lang verglichen und rechneten wir, während Herr W. mit stoischer Geduld und unermüdlich guter Laune Klinkermuster gegen die Außenwand des Hauses hielt (natürlich von jeder Hausseite aus – immerhin muss ja auch der Lichteinfall beachtet werden). Die Entscheidung fiel natürlich letztenendes auf die teure Variante “Victoria bunt”, einem hübschen, handgeformten Rotklinker. Somit gingen unsere bisher sehr moderaten Mehrkosten für die Ausstattung natürlich durch die Decke – und versauten Herrn W.s schönen Schnitt von Kunden, die mit weniger als 1000€ Mehrkosten aus der Bemusterung herausgehen. Sorry!

Insgesamt sind wir mit der Bemusterung und der Ausstattung sehr zufrieden. Teuer kamen uns letztlich die Rolläden im OG (teils mit Elektroantrieb) und die Klinker.

Ansonsten entschieden wir uns noch für eine etwas teurere Wohnzimmertür mit Glassprossen und die schicken Designwasserhähne im Bad. Wenn man die selbstgewählten Mehrkosten für Klinker und Rolläden jedoch außen vorlässt, haben wir in der Bemusterung tatsächlich nicht mehr als knapp 1000 € Mehrkosten gehabt. Ich finde das durchaus annehmbar. Positiv hervorzuheben ist noch die grosse Auswahl an wirklich schoenen Haustueren. Da war wirklich fuer jeden was dabei, sogar fuer uns, die wir uns eine konservative Variante mit Sprossen entschieden haben.

… ach ja, und wer sich fragt, wie die Sache mit dem Carport ausgegangen ist … der musste weichen fuer Klinker und Rollaeden. Man muss schliesslich Prioritaeten setzen.

 

“Carport oder Garage, das ist hier die Frage …”

… an der sich schon seit Generationen die Geister scheiden.

Team Garage besticht mit handfesten Argumenten (“Ohne Garage? – Würd ich nicht machen”), bezwingender Logik (“Wo wollt ihr das ganze Zeug denn lassen, das jetzt in eurer Garage lagert?”) und dem Totschläger – “Ihr baut doch schon ohne Keller.”

Dem gegenüber steht das Team Carport, ein kleines, feingeistiges Trüppchen, dessen Hauptargument, gebetmühlenartig heruntergeleihert, eine nicht zu unterschätzende Wirkung entfaltet:

“Aber ein Carport ist doch VIEL SCHÖNER!!!”

… und jetzt ratet, wofür wir uns entscheiden. ;-)

Tatsächlich scheint es ganz so, als sei die Entscheidung für oder gegen einen Carport so eine Art Grundsatzentscheidung. Hier dreht es sich nicht um Argumente, darum, den anderen von seinen Ansichten zu überzeugen. Hier ist es wie beim Glauben: Entweder man fühlt es, oder eben nicht. Keine noch so einprägsame Logik, kein wissenschaftlich belegter Fakt, wie der, dass die Welt ja gar nicht in sieben Tagen von Gott erschaffen worden sein konnte, hält die Menschen davon ab, trotzdem daran zu glauben.

Genauso ist es mit dem Carport.

Zum Glück habe ich mich vor nunmehr dreizehneinhalb Jahren instinktiv für den richtigen Mann entschieden, denn wir spielen, was diese Entscheidung angeht, im selben Team, so dass wir uns für ein besonders schönen Exemplar von Danhaus mit abgeschlepptem Dach (vor einem halben Jahr wusste ich noch nicht einmal, was das überhaupt ist!) entschieden. Das Ganze käme uns in etwa so teuer wie eine Garage – was auf Seiten des Teams Garage sicherlich zu dem verzweifelten Aufschrei: “Wie kann man nur so blöd sein!” führen wird.

Tja, ganz so blöd sind wir dann zum Glück doch nicht. Bzw. der Architekt, der uns darauf hinwies, dass besagtes, wunderschönes Exemplar leider nicht dazu geeignet ist, gleichzeitig beide Autotüren öffnen zu können, wenn man erst einmal das Kunststück vollbracht hat, das Auto hinein zu manövrieren, ohne dabei die Treppe zum Seiteneingang oder den Pfosten des Carports zu rammen … hätte man uns bei Danhaus ja auch mal sagen können, als man uns das sündhaft teure Teil anpries. Aber  es noch nicht zu spät, eine Anpassung vorzunehmen – was leider wiederum mit Mehrkosten verbunden ist.

Aktuell verabschieden wir uns also gedanklich von unserem wunderschönen Fix-und-Fertig-Carport von Danhaus und durchforsten das Internet nach Alternativen Marke: Eigenbau. Und wieder ein To-Do mehr auf unserer immer länger werdenden Liste …

An der Grundsatzentscheidung ändert es beim Team Carport jedenfalls nichts. Nur manchmal, ganz manchmal beschleichen mich leise Zweifel. Diese kleine, gemeine Stimme der Vernunft, die mir ins Ohr flüstert: “In sieben Tagen? Das glaubst du doch selbst nicht …” ;-)